Almonty Aktie: Jefferies bestätigt Rally nach Exportverbot
Jefferies bewertet Almonty positiv, während Wolfram-Engpässe den Kurs stützen und die Aktie nach dem Anstieg volatil bleibt.

- Jefferies spricht positive Kaufempfehlung aus
- Aktie gewinnt binnen Monatsfrist über 40 Prozent
- US-Exportverbot stärkt unabhängige Wolframquellen
- Kurs bleibt trotz Rücksetzer volatil
Der Wolframproduzent Almonty steht nach einer Kaufempfehlung von Jefferies im Fokus der Anleger. Das Analysehaus signalisiert damit, dass es die jüngste Rally des Unternehmens für fundamental gerechtfertigt hält – ein Urteil, das angesichts der ohnehin schon kräftigen Kursgewinne der vergangenen Wochen Gewicht hat.
Rally von über 40 Prozent binnen eines Monats
Die Almonty-Aktie hat innerhalb eines Monats mehr als 40 Prozent zugelegt. Getrieben wird die Bewegung von einem verschärften Umfeld auf dem Wolframmarkt: Die USA haben ein Exportverbot für Wolframschrott verhängt, was die Nachfrage nach unabhängigen, nicht-chinesischen Förderquellen zusätzlich befeuert.
Almonty gilt in diesem Zusammenhang als einer der wenigen relevanten Anbieter außerhalb Chinas – ein Umstand, der die Aktie seit Wochen in den Fokus rückt.
Die Kaufeinschätzung von Jefferies fällt in eine Phase, in der der Markt bereits stark auf die geopolitische Lage im Wolfram-Sektor reagiert. Für Anleger ist die Botschaft doppelt relevant: Zum einen bestätigt sie die strategische Bedeutung von Almonty als Lieferant außerhalb chinesischer Wertschöpfungsketten, zum anderen wird ein mögliches Korrekturrisiko nach der starken Kursentwicklung ausdrücklich thematisiert, statt es zu ignorieren.
Aktie bleibt trotz Rücksetzer deutlich im Aufwärtstrend
Nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Wochen notiert Almonty aktuell bei 15,31 Euro und damit rund 26 Prozent unter dem erst im April erreichten 52-Wochen-Hoch von 20,61 Euro. Der Rückstand zeigt, dass trotz der jüngsten Euphorie noch keine Überhitzung auf Rekordniveau vorliegt, auch wenn die annualisierte Volatilität von 86 Prozent auf teils heftige Kursausschläge hindeutet.
Im Branchenumfeld ist Almonty nicht allein: Auch andere Rohstofftitel mit Bezug zu kritischen Metallen profitieren derzeit von ähnlichen Angebotsengpässen und geopolitischen Verwerfungen. Bei Wolfram verschärfen chinesische Exportbeschränkungen die Lage zusätzlich, was Preise für unabhängig produzierte Ware stützt – ein Effekt, der auch anderen Projekten außerhalb Chinas zugutekommt und die strategische Positionierung von Almonty unterstreicht.
Anleger blicken auf Nachhaltigkeit des Trends
Die zentrale Frage für Investoren lautet nun, ob die fundamentale Story – knappes Angebot, politisch bedingte Lieferengpässe, steigende Nachfrage aus dem Westen – den bisherigen Kursanstieg auch mittelfristig trägt.
Die Einschätzung von Jefferies liefert dafür ein wichtiges Signal, da sie das Korrekturrisiko nach der Rally nicht ausblendet, sondern explizit einordnet. Für Anleger bedeutet das: Die Aktie bleibt volatil, doch der strukturelle Rückenwind aus dem globalen Wolframmarkt dürfte vorerst bestehen bleiben.
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