Almonty Aktie: Liefervertrag mit Sandvik-Tochter besteht
Die erste Konzentratlieferung aus Südkorea ist für den 24. Oktober vorgesehen; außerhalb Chinas übersteigt die Nachfrage das Angebot.

- Aktie verliert am Mittwoch 6,8 Prozent
- Sangdong steigert die Förderung schrittweise
- Erste Konzentratverschiffung für 24. Oktober vorgesehen
- Außerhalb Chinas klafft eine Angebotslücke
Am gestrigen Mittwoch verzeichnete die Almonty-Aktie einen Kursrückgang von 6,8 Prozent und schloss bei 10,80 Euro. Ein direkter unternehmensspezifischer Auslöser für diese Bewegung wurde am Markt nicht festgestellt. Zeitgleich äußerte sich das Management auf dem International Investment Forum zur aktuellen Branchensituation und den Fortschritten im südkoreanischen Vorzeigeprojekt.
Produktionsausbau und Terminplan in Südkorea
Almonty-CEO Lewis Black berichtete Medienberichten zufolge über den laufenden Betrieb in der Sangdong-Mine. Das Fördervolumen wird schrittweise alle paar Tage gesteigert.
Nachdem vor rund zwei Wochen die erste Wolframproduktion in Sangdong aufgenommen worden war, steuert das Unternehmen den nächsten Meilenstein an. Die erste Verschiffung von Konzentrat ist für den 24. Oktober vorgesehen. Mit dem weiteren Hochlauf rückt die reguläre Belieferung der Abnehmer näher.
Marktlage und globale Angebotslücke
Auf dem Forum ging Black zudem auf die Rohstoffpreise ein. Die durchschnittlichen Notierungen für Ammoniumparawolframat lagen bei etwa 2.700 US-Dollar pro metrischer Tonneneinheit, nachdem zuvor Werte von 3.050 US-Dollar verzeichnet worden waren. Trotz dieses Rücksetzers beschrieb er den Wolframmarkt als weiterhin angespannt. Engpässe auf der Angebotsseite seien die primäre Herausforderung, nicht etwa eine mangelnde Nachfrage.
Diese Einschätzung deckt sich mit Marktdaten von S&P Global. Demnach wird das Minenangebot außerhalb Chinas für 2026 auf rund 22.000 Tonnen enthaltenes WO3 geschätzt. Diesem Angebot steht in jenen Märkten eine Nachfrage gegenüber, die die Produktion um etwa 21.000 Tonnen übersteigt. Das strukturelle Defizit abseits chinesischer Lieferketten bleibt damit ein prägender Faktor für die Industrie.
Bereinigte Personalie und Partnerschaften
Bereits am 2. Oktober meldete Almonty zudem eine rechtliche Klarstellung. Im Rahmen eines Vergleichs veröffentlichte Pure Tungsten eine Richtigstellung, wonach Tiger Kim zu keinem Zeitpunkt eine Führungsposition oder einen Vorstandsposten bei Almonty innehatte. Seine Tätigkeit als unabhängiger Auftragnehmer endete am 31. Dezember 2015.
Parallel dazu treibt das Unternehmen Vereinbarungen zur Rohstoffverwertung voran. Mit der Sandvik-Tochter Wolfram Bergbau und Hütten AG besteht ein langfristiger Liefervertrag über Wolframkonzentrat aus dem Recycling von Abraumhalden der Mine Los Santos.
Trotz der jüngsten Konsolidierung verzeichnet die Aktie seit Jahresanfang ein Kursplus von 36 Prozent.
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