Almonty Aktie: Plansee bekräftigt Abnahmeverträge

Almonty nimmt Wolfram-Förderung in Südkorea auf, doch der Aktienkurs fällt weiter. Großaktionär Plansee bestätigt langfristigen Abnahmevertrag.

Die Kernpunkte:
  • Wiederaufnahme der Förderung in Sangdong
  • Plansee bestätigt langfristige Abnahmezusage
  • Aktie fällt trotz Produktionsstart
  • Wolframpreis stark gestiegen

Ein Bergwerk, das 30 Jahre lang stillstand, liefert wieder Erz. Der größte Aktionär bekräftigt seine langfristige Abnahmezusage. Trotzdem fällt die Aktie von Almonty Industries weiter.

Am Donnerstag notierte das Papier bei 21,03 kanadischen Dollar, ein Minus von 0,43 Prozent zum Vortag. Damit liegt die Aktie inzwischen fast 37 Prozent unter ihrem Rekordhoch von 33,35 CAD, das sie im April erreichte. Auf Wochensicht steht ein Rückgang von 5,48 Prozent, über 30 Tage sind es 5,40 Prozent.

Plansee bekräftigt Abnahmevertrag für Sangdong

Die Kursschwäche trifft auf eine eigentlich positive Nachricht. Die österreichische Plansee Group, größter Anteilseigner von Almonty, hat in ihrem Geschäftsbericht für 2025/26 ihre langfristige Lieferbeziehung zur Sangdong-Mine in Südkorea öffentlich bestätigt.

Plansee stützt seine Wolfram-Versorgung auf drei Säulen. Dazu zählen das systematische Sammeln und Sortieren von Wolfram-Schrott, eigene Recycling-Technologien und langfristige Abnahmeverträge mit Minenbetreibern. Almonty gehört zu diesen Partnern – Plansee hält zehn Prozent an dem Unternehmen und sichert sich den Großteil der Produktion aus Sangdong.

Der Umfang des Projekts ist beträchtlich. Die Wiederaufnahme der Förderung in Sangdong gilt als das größte Wolfram-Projekt der westlichen Welt. Mittelfristig sollen bis zu 20 Prozent des außerhalb Chinas geförderten Wolfram-Konzentrats aus dieser einen Mine stammen.

Plansee lieferte auch eine Zahl zum Preisumfeld, das Anleger seit einem Jahr auf Almonty aufmerksam macht: Der Wolframpreis hat sich seit Anfang 2025 bis auf das Zehnfache erhöht. Grund ist die anhaltende Angebotsknappheit am Weltmarkt.

Die Größe von Plansee selbst unterstreicht das Gewicht der Partnerschaft. Der Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2025/26 einen Umsatz von 2,35 Milliarden Euro mit 11.120 Mitarbeitern an 36 Produktionsstandorten. Konzernchef Karlheinz Wex betonte auf der Jahrespressekonferenz in Reutte die strategische Bedeutung des Metalls für industrielle Kunden – gerade in einem zunehmend angespannten Rohstoffmarkt.

Produktionsstart bringt keine Kursberuhigung

Die erneuerte Zusage von Plansee kommt kurz nach einem wichtigen operativen Meilenstein. Ende Juni hat Almonty begonnen, Erz durch die neu errichtete Aufbereitungsanlage in Sangdong zu leiten. Seit dem 1. Juli läuft der reguläre Durchsatzbetrieb, gespeist aus einem Lagerbestand von rund 139.700 Tonnen Rohgestein.

Trotz dieses Fortschritts kommt die Aktie nicht zur Ruhe. Sie liegt 17,45 Prozent unter ihrem 50-Tage-Durchschnitt von 25,47 CAD, gleichzeitig aber knapp 13 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 18,62 CAD. Das zeigt: Der mittelfristige Aufwärtstrend bleibt intakt, der kurzfristige Rückschlag ist deutlich.

Der 14-Tage-RSI liegt bei 36,3 Punkten und signalisiert eine überverkaufte Situation. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von gut 90 Prozent zeigt, wie stark die Stimmung rund um das Papier zuletzt geschwankt hat. Ein umfangreiches Wandelanleihe-Volumen sowie allgemeine Marktnervosität dürften zu den zusätzlichen Belastungsfaktoren zählen.

Auf Jahressicht bleibt die Bilanz trotz der jüngsten Schwäche eindrucksvoll. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von 74,81 Prozent, auf Zwölfmonatssicht sogar von 158,04 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt die breitere Neubewertung westlicher Wolfram-Produzenten wider, während Regierungen und Industriekunden ihre Lieferketten von China unabhängiger machen wollen.

Der Markt fordert Beweise

Sangdong fördert nun, und der größte Aktionär hat seine Abnahmezusage bekräftigt. Die Geschichte von Almonty verschiebt sich damit von Bauplanung zu operativer Umsetzung.

Anleger dürften in den kommenden Quartalen genau darauf achten, wie schnell sich der Erzvorrat in tatsächlich verschifftes, umsatzwirksames Wolfram-Konzentrat verwandelt. Der Kursrückgang seit dem April-Hoch legt nahe: Der Markt verlangt sichtbare Lieferzahlen, bevor er den operativen Fortschritt honoriert.

Anzeige

Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 9. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Almonty