Almonty Aktie: Plansee kauft 9,78 Prozent

Almonty weist bedeutende Molybdän-Reserven in Südkorea nach und reduziert Chinas Monopolstellung. Institutionelle Investoren stärken dem Konzern den Rücken.

Die Kernpunkte:
  • Erfolgreicher Nachweis neuer Molybdän-Vorkommen
  • Südkorea reduziert Abhängigkeit von China
  • Plansee Holding erhöht Anteil auf knapp zehn Prozent
  • Mehrere Kursziele der Analysten angehoben

Jahrelang galt Almonty als westliche Speerspitze gegen Chinas Wolfram-Monopol. Das Herzstück dieser Strategie ist die Sangdong-Mine in Südkorea. Jetzt rückt ein zweites Element in den Fokus. Almonty wandelt sich vom reinen Wolfram-Spezialisten zum diversifizierten Rohstoff-Giganten. Der Katalysator für diesen Wandel heißt Molybdän. Aus einer theoretischen Fantasie wird nun messbare Realität.

Geopolitik trifft auf Geologie

Aktuelle Daten aus Südkorea bestätigen den Erfolg. Die Tochtergesellschaft Almonty Korea Tungsten Corp. weist erfolgreich neue Molybdän-Reserven nach. Rund 37 Prozent eines massiven Bohrprogramms sind bereits abgeschlossen. Die Teams bohrten 12 Kilometer an 26 verschiedenen Standorten. Die Ergebnisse passen exakt zu historischen Explorationsdaten.

Das ist mehr als ein geologischer Erfolg. Südkorea bezieht aktuell über 90 Prozent seines Molybdäns aus China. Für eine führende Halbleiter- und Technologienation ist diese Abhängigkeit extrem gefährlich. Almonty liefert hier eine direkte Lösung. CEO Lewis Black will die Produktion nun deutlich beschleunigen.

Die Infrastruktur steht bereits. Ein Lieferabkommen mit SeAH M&S sichert die Abnahme. Das Unternehmen betreibt die weltgrößte Schmelze für Molybdänoxid.

Institutionelle Rückendeckung

Die Aktienmärkte honorieren diese Entwicklung. Am Mittwoch schloss die Almonty-Aktie in Toronto bei 25,82 Kanadischen Dollar. Die Spanne der letzten 52 Wochen zeigt eine gewaltige Neubewertung. Der Kurs stieg von 4,36 auf in der Spitze 33,35 Dollar.

Einige Beobachter mahnen nun zur Vorsicht. Warwick Grigor von Far East Capital rät zu Gewinnmitnahmen. Die Aktie habe sich in diesem Jahr bereits verdoppelt. Große institutionelle Adressen sehen das anders. Sie kaufen weiter zu.

Die Plansee Holding AG meldete kürzlich einen Anteil von 9,78 Prozent. Das entspricht über 27,65 Millionen Aktien. Wenn ein solches Schwergewicht der Industrie einsteigt, sendet das ein klares Signal. Die langfristige Sicherung kritischer Lieferketten wiegt schwerer als kurzfristige Kursschwankungen.

Ein dichter Kalender

Die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 7,3 Milliarden Dollar stützt sich auf greifbare Fortschritte. Analysten raten mehrheitlich zum Kauf.

Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 27,37 Dollar. Oppenheimer hob sein Ziel zuletzt von 22 auf 25 Dollar an.

Für die kommenden 30 Tage ist der Terminkalender prall gefüllt. Der Markt wartet auf weitere Bohrergebnisse. Parallel dazu geht die große Wolfram-Anlage in Sangdong bald in Betrieb. Auch für die Los-Santos-Mine erwarten Investoren bald konkrete Pläne, um die Produktion wieder aufzunehmen.

Eine neue Rohstoff-Weltordnung entsteht. Die sichere Versorgung rückt dabei in den absoluten Mittelpunkt. Almonty positioniert sich hier als unverzichtbarer Lieferant für westliche Technologiekonzerne. Die Ressourcen im Boden sind zweifelsfrei vorhanden. Wie schnell kann Almonty diesen geologischen Reichtum nun in einen echten Schutzschild gegen globale Lieferengpässe verwandeln?

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