Almonty Aktie: Produktion startet in Sangdong

Almonty Industries startet die Wolfram-Produktion in Südkorea und positioniert sich als Alternative zur chinesischen Dominanz. Die Aktie zeigt trotz Kursrückgang ein starkes Jahresplus.

Die Kernpunkte:
  • Produktionsstart in der Sangdong-Mine
  • Erste Erzbestände im Wert von 68 Mio. USD
  • Chinesischer Marktanteil von über 80 Prozent
  • Aktie mit 75 Prozent Plus seit Jahresbeginn

In Südkorea rollen die Bänder an. Almonty Industries hat den entscheidenden Schritt von der Entwicklung zur Produktion vollzogen. Seit Anfang Juli verarbeitet das Unternehmen an der Sangdong-Mine erste Erzbestände zu verkaufsfähigem Wolframkonzentrat.

Zunächst wandern knapp 140.000 Tonnen Erz in die Anlagen. Dieses Material weist einen durchschnittlichen Wolframtrioxid-Gehalt von 0,25 Prozent auf. Das Management beziffert den Bruttowert dieses Bestands auf rund 68 Millionen US-Dollar.

Die Menge reicht aus, um die Anlagen für gut zwei Monate auszulasten. CEO Lewis Black wertet den Betriebsstart als Meilenstein für die westliche Versorgungssicherheit. Das Projekt wandelt sich nun in einen echten Umsatzbringer.

Chinas Dominanz im Visier

Der Zeitpunkt kommt für westliche Industrien gelegen. Das Pentagon klagt bereits über Engpässe bei Wolfram. Der Grund liegt in der hohen Nachfrage durch globale Konflikte. Aktuell kontrolliert China mehr als 80 Prozent der weltweiten Förderung.

Bei der Verarbeitung liegt der chinesische Marktanteil sogar bei rund 90 Prozent. Sangdong positioniert sich hier als wichtigste alternative Quelle. Parallel dazu notieren die globalen Wolframpreise auf einem Zwölfjahreshoch.

Aktie im Konsolidierungsmodus

An der Börse präsentiert sich ein gemischtes Bild. Die Aktie schloss am Donnerstag bei 21,03 Kanadischen Dollar. Auf Wochensicht verlor das Papier zwar knapp neun Prozent. Seit Jahresanfang steht aber ein sattes Plus von rund 75 Prozent auf der Anzeigetafel.

Mit einer Marktkapitalisierung von 3,78 Milliarden Euro ist Almonty inzwischen ein Schwergewicht. Der Relative-Stärke-Index nähert sich mit einem Wert von 36,3 dem überverkauften Bereich. Wall-Street-Analysten sehen laut jüngsten Einschätzungen ein Kurspotenzial von gut 65 Prozent.

Der Fokus liegt nun auf der Stabilisierung der ersten Produktionsphase. Das Entwicklungsrisiko ist zwar gebannt. Typische Anlaufhürden beim Hochfahren der Kapazitäten bleiben jedoch bestehen. Die unmittelbare Priorität für Almonty ist klar definiert. Der Millionen-Bestand an Erz muss nun effizient in marktfähiges Konzentrat umgewandelt werden.

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