Almonty Aktie: Q1-Umsatz springt 221 Prozent
Almonty profitiert von massiv gestiegenen Wolframpreisen und der bevorstehenden Aufnahme in den Russell 1000 Index.

- Aufnahme in Russell 1000 und 3000
- Wolframpreise haben sich verdreifacht
- Umsatzsprung um 221 Prozent
- Sangdong-Mine in Betrieb genommen
Wolfram-Preise nahe Rekordniveau, ein bevorstehender Einstieg in den Russell 1000 und ein operativer Turnaround — Almonty Industries bündelt gerade mehrere Entwicklungen, die selten gleichzeitig auftreten. Heute läuft die Proxy-Frist für die Jahreshauptversammlung ab, womit ein weiterer Meilenstein auf der Agenda abgehakt wird.
Russell-Aufnahme erzwingt institutionelle Käufe
Ab dem 29. Juni 2026 wird Almonty in den Russell 1000 und den Russell 3000 aufgenommen — ein strukturelles Ereignis mit direkten Folgen für die Nachfrage. Rund 12,2 Billionen Dollar an Vermögen sind gegen die Russell-US-Indizes benchmarkt. Index-ETFs und Fonds, die diese Benchmarks abbilden, müssen Almonty künftig proportional zu seiner Gewichtung halten. Wer die Aktie bislang nicht im Portfolio hatte, ist ab Ende Juni zum Kauf verpflichtet.
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Das Unternehmen hatte seinen Hauptsitz in die USA verlegt — eine Voraussetzung für die Indexaufnahme. Management und Analysten sehen darin einen Schritt, der die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren deutlich erhöht.
Wolfram-Preise haben sich verdreifacht
Der eigentliche Treiber hinter dem Kursanstieg ist der Wolfram-Markt selbst. Ammoniumparawolframat (APT) notierte am 29. Mai bei durchschnittlich 3.040 Dollar je metrische Tonne — gegenüber 920 Dollar zu Jahresbeginn. Eine Verdreifachung in weniger als fünf Monaten.
Hinter dem Preissprung steckt ein strukturelles Angebotsproblem. China hat seine Bergbaugenehmigungen 2026 um weitere acht Prozent gekürzt. Ab dem 1. Januar 2027 verbieten neue US-Verteidigungsvorschriften unter DFARS 252.225-7052 den Einsatz von Wolfram aus China, Russland, Iran und Nordkorea in bestimmten Lieferketten. Westliche Produzenten wie Almonty profitieren direkt von dieser Regulierungslücke.
Zahlen bestätigen den Wendepunkt
Die Quartalszahlen für Q1 2026 spiegeln den Preisanstieg unmittelbar wider. Der Umsatz kletterte um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Dollar, das bereinigte EBITDA drehte auf plus 6,1 Millionen Dollar, der operative Cashflow auf plus 9,7 Millionen Dollar. Der Nettoverlust schrumpfte von 34,6 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum auf 5,3 Millionen Dollar.
Die Liquiditätsbasis ist komfortabel: Per Ende März hielt das Unternehmen 259,9 Millionen Dollar in Cash, das Working Capital lag bei 169,5 Millionen Dollar.
Sangdong und die nächste Ausbaustufe
Im März 2026 nahm Almonty die erste Phase seiner Sangdong-Mine in Südkorea in Betrieb — ausgelegt auf rund 640.000 Tonnen Erzverarbeitung pro Jahr mit einer Wolframkonzentrat-Produktion von etwa 2.300 Tonnen. Für 2027 plant das Management bereits eine zweite Ausbauphase, die die Kapazität verdoppeln soll.
Oppenheimer hat das Kursziel nach den jüngsten Entwicklungen von 22 auf 25 Dollar angehoben und das „Outperform“-Rating bestätigt.
Die Jahreshauptversammlung findet am 9. Juni statt. Auf der Tagesordnung stehen die Wahl von sieben Direktoren, die Wiederwahl des Abschlussprüfers Zeifmans LLP sowie die Verabschiedung eines neuen Aktienincentive-Plans. Der Vorstand empfiehlt die Wiederwahl aller Kandidaten. Ausgegebene Aktien: 283,7 Millionen.
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