Almonty Aktie: Russell-1000-Aufnahme und 300-Millionen-Rückkauf

Almonty verzeichnet dank KI-getriebener Wolfram-Nachfrage ein Rekordquartal, startet Aktienrückkauf und wird in den Russell 1000 aufgenommen.

Die Kernpunkte:
  • Rekordumsatz durch KI-Nachfrage
  • Start der Sangdong-Verarbeitungsanlage
  • Aktienrückkauf über 300 Mio. Dollar
  • Aufnahme in Russell-Indizes

Almonty Industries rückt mit einer ungewöhnlichen Botschaft ins Rampenlicht: Der Wolframproduzent sieht im KI-Boom nicht nur eine ferne Wachstumsstory, sondern ein akutes Angebotsproblem. In einem Newsletter an Investoren beschrieb das Management am Sonntag, dass die rasant steigende Nachfrage nach künstlicher Intelligenz einen Engpass bei Wolfram auslöse und den Rohstoff strategisch bedeutsam für KI-Anwendungen mache.

Die Aussage fällt in eine Phase, in der Almonty operativ und finanziell gleich mehrere Fortschritte vermeldet. Anfang der Woche gab das Unternehmen den Start der Verarbeitungsanlage an der Sangdong-Mine in der südkoreanischen Provinz Gangwon bekannt. Damit beginnt dort erstmals die Produktion von verkaufsfähigem Wolframkonzentrat – ein Schritt, den das Management laut einem Bericht von Mining Weekly als zentral für das künftige Wachstum des Unternehmens bezeichnet.

Rekordumsatz und Aktienrückkauf als Treiber

Die operative Dynamik zeigt sich bereits in den Zahlen zum zweiten Quartal 2026. Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 498 Prozent auf 43,0 Millionen US-Dollar, das Unternehmen wies einen Nettogewinn von 181,8 Millionen US-Dollar aus – nach einem Verlust von 58,2 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal.

Laut Mining Weekly führte Almonty das Wachstum auf Rekordpreise bei Wolfram zurück. Das bereinigte EBITDA drehte von minus 4,8 Millionen auf plus 17,6 Millionen US-Dollar.

Gestützt wird die Bilanz durch eine überzeichnete Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar, mit der Almonty das Quartal mit einer Kassenposition von 1,2 Milliarden kanadischen Dollar abschloss.

Aus dieser finanziellen Stärke heraus beschloss der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 300 Millionen US-Dollar, mit dem bis zu 14,4 Millionen Aktien – rund 5 Prozent der ausstehenden Anteile – über 36 Monate zurückgekauft werden sollen.

Das Programm startet am 24. August 2026 und läuft bis zum 24. August 2029. Medienberichten zufolge gilt der Rückkauf als wesentlicher Auslöser für die jüngste Kursbewegung der Aktie.

Index-Aufnahme unterstreicht wachsende Bedeutung

Zusätzlichen Rückenwind erhält die Aktie durch die Aufnahme in den Russell 1000 Index und den Russell 3000 Index, die am Freitag mit Handelsbeginn an den US-Börsen wirksam wurde. Für ein Unternehmen, das noch vor rund einem Monat die vollständige Tilgung seines KfW-Kredits meldete – seither hat die Aktie um 21,2 Prozent nachgegeben – markiert die Index-Aufnahme einen deutlichen Reputationsgewinn bei institutionellen Investoren.

Parallel dazu bereitet sich Almonty auf den vor rund zwei Wochen angekündigten Rückzug von TSX und ASX vor. Der CDI-Handel an der ASX soll am 28. August enden, das offizielle Delisting an der ASX wird für den 1. September erwartet. Diese strukturellen Schritte fallen zusammen mit der operativen Hochlaufphase in Sangdong und dem Rekordquartal – für Anleger verschiebt sich der Fokus damit zunehmend auf die fundamentale Frage, ob Almonty seine Rolle als Wolframlieferant für die KI-Industrie tatsächlich ausbauen kann.

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