Almonty Aktie: Russell 1000 und 3000 ab heute
Almonty Industries steigt in Russell 1000 und 3000 auf. Die Indexaufnahme könnte institutionelle Anleger anziehen und die Nachfrage nach der Aktie deutlich erhöhen.

- Aufnahme in Russell 1000 und 3000
- Sangdong-Mine als zentrales Projekt
- Wandelanleihe über 700 Mio. USD platziert
- Kurs trotz Jahresplus zuletzt unter Druck
Heute ist es offiziell: Almonty Industries steigt in den Russell 1000 und den Russell 3000 auf. Die Aufnahme wird institutionellen Anlegern den Weg in die Aktie ebnen — und könnte Nachfrage in zweistelliger Millionenhöhe auslösen.
Warum die Index-Aufnahme zählt
Russell-Indizes sind die Benchmark für Hunderte von ETFs und aktiv verwalteten Fonds. Wer neu aufgenommen wird, landet automatisch auf den Kauflisten passiver Investoren. FTSE Russell hatte Almonty bereits am 22. Mai auf die vorläufige Aufnahmeliste gesetzt. Seit heute ist die Inklusion wirksam.
Das Management sieht darin eine Anerkennung der operativen Fortschritte des vergangenen Jahres. Almonty hat seinen Firmensitz in die USA verlegt und positioniert sich als westlicher Lieferant für Wolfram — ein kritischer Rohstoff, der zunehmend geopolitische Bedeutung gewinnt.
Sangdong Mine: Das Herzstück
Das Flaggschiff-Projekt ist die Sangdong Mine in Südkorea. Ende 2025 startete die kommerzielle Produktion. Im März 2026 begann die erste Ausbauphase. Ziel ist die Verarbeitung von rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr, mit einer Zielproduktion von etwa 230.000 MTU Wolframkonzentrat.
Sangdong gilt historisch als eine der größten und erzreichsten Wolfram-Lagerstätten weltweit. Für westliche Industriestaaten, die ihre Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten reduzieren wollen, ist das ein handfestes Argument.
Kapitalstruktur und Kurslage
Im Juni schloss Almonty eine überzeichnete Anleihe über 700 Millionen US-Dollar ab — variabel verzinste Wandelanleihen mit 2,25 Prozent Kupon, fällig 2031. Der Wandlungspreis liegt bei rund 27,40 US-Dollar je Aktie. Die Nettoerlöse sollen für Betriebskapital, mögliche Akquisitionen und die Refinanzierung bestehender Schulden genutzt werden.
Die Aktie schloss zuletzt bei 23,00 CAD. Auf Jahressicht hat sie sich mehr als verdreifacht, mit einem Plus von über 240 Prozent. Kurzfristig zeigt der Kurs jedoch Schwäche: In den vergangenen 30 Tagen verlor die Aktie knapp 16 Prozent und notiert rund 31 Prozent unter ihrem April-Hoch von 33,35 CAD.
Der RSI liegt bei 40,9 — technisch noch nicht im überverkauften Bereich, aber nah dran. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität von über 90 Prozent zeigt, wie unruhig die Aktie zuletzt gehandelt wurde.
Die entscheidende Frage für die nächsten Wochen: Reicht der Kaufdruck durch die Index-Aufnahme, um die kurzfristige Schwäche zu überwinden? Erste Signale dürften sich bereits in den kommenden Handelstagen zeigen, wenn passive Fonds ihre Portfolios anpassen.
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