Almonty Aktie: Russell-Aufnahme am 29. Juni
Wolframproduzent Almonty Industries steht vor der Aufnahme in Russell-Indizes und meldet starke Quartalszahlen mit massivem Umsatzplus.

- Aufnahme in Russell 1000 und 3000
- Umsatzsprung um 221 Prozent
- Milliardenschwere Wandelanleihe platziert
- Neuer CFO und Board bestätigt
Almonty Industries steht vor einem strukturellen Wendepunkt. Am 29. Juni nimmt der Wolframproduzent seinen Platz im Russell 1000 und Russell 3000 ein — und damit in Indizes, hinter denen rund 12,2 Billionen US-Dollar an Anlagekapital stehen. Fondsmanager müssen ab diesem Tag Positionen halten. Das schafft eine neue Nachfragebasis.
Der Kurs schloss die vergangene Woche bei 24,75 CAD — ein Wochenplus von gut neun Prozent, aber noch rund 26 Prozent unter dem April-Hoch von 33,35 CAD. Mit einem RSI von 47 und einem Abstand von acht Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt liegt die Aktie technisch in neutralem Terrain. Die Index-Aufnahme trifft also auf eine noch nicht überhitzte Ausgangslage.
Governance und Führungswechsel abgeschlossen
Auf der Hauptversammlung am 9. Juni bestätigten die Aktionäre das siebenköpfige Board. Die beiden ehemaligen US-Generäle Gustave F. Perna und Alan Estevez wurden mit über 99 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Das Signal ist eindeutig: Almonty verankert seine Ausrichtung auf den US-Verteidigungssektor auch auf Vorstandsebene.
Parallel dazu trat Jorge Beristain zum 1. Juni als neuer CFO an. Er bringt Erfahrung aus dem Finanzvorstand von Ryerson Holding — einem Metalldienstleister mit fünf Milliarden Dollar Umsatz — sowie aus einer früheren Leitungsrolle bei Deutsche Bank Securities mit. Ein Profil, das zur nächsten Wachstumsphase passt.
Zahlen drehen ins Positive
Das erste Quartal 2026 lieferte den operativen Beleg für den Strategieschwenk. Der Umsatz stieg um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Dollar. Treiber war ein deutlich höherer Spotpreis für Wolfram-APT sowie der laufende Betrieb der Panasqueira-Mine.
Der operative Cashflow drehte auf plus 9,7 Millionen Dollar — nach minus 4,4 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Nettoverlust von 5,3 Millionen Dollar erklärt sich fast vollständig durch nicht zahlungswirksame Bewertungseffekte auf derivative Verbindlichkeiten und Warrants. Das operative Geschäft selbst ist profitabel.
Milliardenschwere Finanzierung im Rücken
Die Bilanz ist für ein Unternehmen dieser Größe ungewöhnlich stark aufgestellt. Almonty schloss eine deutlich überzeichnete Wandelanleihe ab und erzielte einen Nettoerlös von rund 772,7 Millionen US-Dollar. Die Notes laufen bis Juli 2031, tragen einen Kupon von 2,25 Prozent und sind zu einem Kurs von rund 27,40 CAD je Aktie wandelbar.
Die Kassenposition lag zum 31. März bei 259,9 Millionen Dollar. Das Working Capital betrug 169,5 Millionen Dollar. Almonty hat sich damit finanziellen Spielraum für den Hochlauf der Sangdong-Mine in Südkorea gesichert — dem Kernprojekt für die westliche Wolfram-Versorgung außerhalb Chinas.
Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits 106 Prozent zugelegt. Ein Großteil der Neubewertung ist eingepreist. Wie schnell Sangdong in die Produktion geht und welche Erlöse die Mine ab der zweiten Jahreshälfte liefert, wird darüber entscheiden, ob der Kurs das April-Hoch wieder ansteuern kann.
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