Almonty Aktie: Sandvik-Tochter sichert sich Los-Santos-Konzentrat
Nach dem Produktionsstart in Südkorea liegen die Betriebsgenehmigungen vor. Almonty schloss zudem Lieferverträge in Spanien und baut Zugänge in Ruanda aus.

- Sangdong-Mine darf Wolframkonzentrat verkaufen
- 21-jähriger Abnahmevertrag deckt über 90 Prozent
- Spanien: Rückstände werden wiederaufbereitet
- Ruanda liefert Erz und Vorkonzentrat
Almonty Industries treibt die Neuordnung seiner Förder- und Aufbereitungsaktivitäten über mehrere Kontinente voran. Der Übergang von der reinen Projektentwicklung hin zu einem operativ vernetzten Wolframproduzenten prägt die strategische Ausrichtung des Konzerns. An den Finanzmärkten notiert der Anteilsschein bei 11,80 Euro.
Südkoreanische Sangdong-Mine als Kernbaustein
Nachdem Almonty vor gut einer Woche den Start der kommerziellen Wolframproduktion vollzog, liegen die finalen behördlichen Inspektionszertifikate für die Verarbeitungs- und Brechanlagen der Sangdong-Mine in Südkorea vor.
Die Genehmigung autorisiert den kommerziellen Betrieb sowie den Verkauf von Wolframkonzentrat. Medienberichten zufolge deckt eine Abnahmevereinbarung mit Global Tungsten & Powders LLC mit einer Laufzeit von 21 Jahren mehr als 90 Prozent der Fördermenge der ersten Phase ab.
Der Kontrakt umfasst insgesamt 4.410.000 MTU und sieht nach der Hochlaufphase ein jährliches Mindestvolumen von 210.000 MTU vor. Damit sichert sich das Unternehmen feste Abnahmemengen und überführt das asiatische Schlüsselprojekt schrittweise in den regulären industriellen Betrieb.
Europäische Verwertung und Expansion in Afrika
In Spanien schloss Almonty eine mehrjährige Take-or-Pay-Liefervereinbarung über Wolframkonzentrat mit der Wolfram Bergbau und Hütten AG, einer Tochter der Sandvik-Gruppe. Gegenstand des Abkommens für die Wolframmine Los Santos ist die Wiederaufbereitung vorhandener Rückstände.
Medienberichten zufolge umfasst die Vereinbarung rund 1.720 Tonnen enthaltenes WO₃ und sieht eine bedingte Einmalzahlung von 3,0 Millionen US-Dollar für die Abnahmerechte vor.
Mit der Verwertung von Abraummaterial setzt das Management auf zusätzliche Erlösquellen aus bereits erschlossenen Beständen, ohne dafür neue Abbaukapazitäten in Europa aufbauen zu müssen.
Rohstoffsicherung und Kursentwicklung
Über die Kooperation in Ruanda bezieht das Unternehmen Erz, Vorkonzentrat sowie Waschrückstände von lokalen Minenlizenzinhabern. Ergänzend dazu sicherte sich Almonty den Zugang zu einem Explorationsgebiet von rund 32 Quadratkilometern.
Diese Schritte verdeutlichen das Bestreben, neben den asiatischen Anlagen eine diversifizierte Rohstoffbasis aufzubauen und vertragliche Zugänge zu afrikanischen Förderregionen zu etablieren. Das Management verbindet damit langfristige Großverträge mit flexibleren Aufbereitungs- und Explorationsprojekten.
Am heutigen Handelstag verzeichnet die Aktie ein Minus von 5,9 Prozent. Seit Jahresanfang beläuft sich der Kursgewinn hingegen auf 49 Prozent. Das Marktumfeld spiegelt damit sowohl die operative Umsetzungsphase als auch die Neuausrichtung der internationalen Lieferbeziehungen wider.
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