Almonty Aktie: Sangdong-Anlage startet Durchsatzbetrieb
Almonty kündigt Rückkauf eigener Aktien im Wert von bis zu 300 Mio. US-Dollar an. Der Schritt fällt mit dem Produktionsstart der Wolfram-Mine Sangdong zusammen.

- Rückkauf von bis zu 14,4 Mio. Aktien
- Start des Sangdong-Durchsatzbetriebs
- Umsatz von 43 Mio. US-Dollar im Quartal
- Delisting von TSX und ASX geplant
Almonty Industries beginnt am kommenden Montag, dem 24. August 2026, mit dem Rückkauf eigener Aktien. Der Verwaltungsrat hat ein Programm über bis zu 14.400.000 Stammaktien im Gesamtwert von bis zu 300 Millionen US-Dollar über einen Zeitraum von 36 Monaten genehmigt.
Das Management begründet den Schritt mit einer aus seiner Sicht bestehenden Diskrepanz zwischen dem aktuellen Aktienkurs und dem Wert der Wolfram-Assets des Unternehmens – insbesondere im Hinblick auf den anlaufenden Betrieb der Mine Sangdong.
Produktionsstart fällt mit Kapitalmaßnahme zusammen
Der Zeitpunkt des Rückkaufprogramms ist kein Zufall: Erst am Sonntag hatte Almonty mitgeteilt, dass die Aufbereitungsanlage am Standort Sangdong in der südkoreanischen Provinz Gangwon den Durchsatzbetrieb aufgenommen hat. Damit tritt das Projekt, das lange als zentraler Werttreiber des Unternehmens galt, in eine operative Phase ein.
Für Anleger verknüpft das Unternehmen beide Nachrichten bewusst: Der Rückkauf soll signalisieren, dass das Management den Marktwert der Aktie angesichts des nun laufenden Minenbetriebs für zu niedrig hält.
Untermauert wird diese Einschätzung durch die jüngsten Quartalszahlen. Für die drei Monate zum 30. Juni 2026 meldete Almonty einen Umsatz von 43 Millionen US-Dollar sowie ein bereinigtes EBITDA von 17,6 Millionen US-Dollar.
Der Nettogewinn belief sich auf 181 Millionen US-Dollar, das unverwässerte Ergebnis je Aktie auf 0,64 US-Dollar. Diese Zahlen bilden die finanzielle Grundlage, auf der der Verwaltungsrat das umfangreiche Rückkaufvolumen stützt.
Listing-Wechsel läuft parallel
Während das Rückkaufprogramm anläuft, vollzieht Almonty gleichzeitig einen Wandel seiner Börsennotierungen. Das Unternehmen hatte bereits ein freiwilliges Delisting von der Toronto Stock Exchange zum 31. Juli 2026 angekündigt.
An der australischen Börse ASX wird die Aussetzung der CDI-Notierung zum Handelsschluss am 28. August 2026 erwartet, das endgültige Delisting soll zum 1. September 2026 folgen.
Als verbleibende Handelsplätze nennt das Unternehmen die Nasdaq unter dem Kürzel ALM sowie Frankfurt unter ALI1. Diese Konzentration auf zwei Kernbörsen fällt zeitlich mit dem Rückkaufstart zusammen und dürfte die Handelsliquidität an den verbleibenden Plätzen bündeln.
Kritischere Stimmen bleiben nicht aus
Nicht alle Beobachter teilen den Optimismus des Managements uneingeschränkt. Diamond Equity Research senkte am 14. August seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr von 0,55 auf 0,39 US-Dollar je Aktie. Die Anpassung fiel damit in dieselbe Woche wie die Ankündigungen zu Delisting und Produktionsstart und zeigt, dass die operative Hochlaufphase am Standort Sangdong von externen Analysten nicht durchweg unkritisch bewertet wird.
Für Anleger verdichtet sich damit ein Bild: Almonty verknüpft den greifbaren Fortschritt bei Sangdong mit einer aggressiven Kapitalmaßnahme, während gleichzeitig die Börsenstruktur gestrafft und die Gewinnschätzungen einzelner Häuser vorsichtiger ausfallen. Ob der Rückkauf die vom Management beschriebene Bewertungslücke tatsächlich schließt, wird sich erst zeigen, wenn die Sangdong-Produktion ihren vollen Durchsatz erreicht.
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