Almonty Aktie: Sangdong produziert Wolframkonzentrat

Almonty Industries verarbeitet Erz in Sangdong zu Wolframkonzentrat. Ein Langfristvertrag und Rückkäufe stärken die operative Perspektive.

Die Kernpunkte:
  • Sangdong liefert erstmals Wolframkonzentrat
  • Abnahmevertrag auf 21 Jahre verlängert
  • Rückkäufe über 300 Millionen US-Dollar beschlossen
  • Jefferies startet Bewertung mit Kaufempfehlung

Almonty Industries hat mit der Verarbeitung von gefördertem Erz in seiner Mine Sangdong in der südkoreanischen Provinz Gangwon begonnen. Die Anlage nutzt zunächst zwischengelagertes Rohmaterial, um verkaufsfähiges Wolframkonzentrat herzustellen. Damit rückt der Übergang vom Bergbau- zum Produktionsunternehmen einen weiteren Schritt näher.

Der Produktionsstart selbst liegt bereits über einen Monat zurück, die Aktie legte seither um 8,0 Prozent zu. Neu ist nun der Beleg, dass die Verarbeitungskette tatsächlich mit Konzentratausstoß funktioniert – ein für Anleger entscheidender Unterschied zwischen angekündigter und operativ nachgewiesener Kapazität.

Langfristvertrag als Fundament

Den Hintergrund für die Relevanz dieses Produktionsschritts liefert der im Juli verlängerte Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders (GTP). Die Laufzeit wurde auf 21 Jahre ausgedehnt, das Gesamtvolumen um 40 Prozent auf 4,41 Millionen mtu erhöht, mit einer garantierten Mindestabnahme von 210.000 mtu pro Jahr. Seit der Ankündigung des Vertrags Mitte Juli hat die Aktie um 16,0 Prozent zugelegt.

Die Kombination aus gesicherter Abnahme über zwei Jahrzehnte und nun anlaufender Produktion verschafft Almonty eine seltene Visibilität für ein Rohstoffunternehmen dieser Größenordnung. Der Markt bewertet das Zusammenspiel aus Nachfragesicherheit und operativer Umsetzung offenbar positiv.

Kapitalmarktumfeld bleibt konstruktiv

Ergänzend hat Almonty ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 300 Millionen US-Dollar beschlossen, das den Rückkauf von bis zu 14,4 Millionen Aktien beziehungsweise rund 5 Prozent des ausstehenden Kapitals über 36 Monate vorsieht. Seit der Ankündigung vor gut drei Wochen ist der Kurs um 7,2 Prozent gestiegen.

Auch von der Analystenseite kam zuletzt Rückenwind: Jefferies nahm die Coverage für Almonty am 2. September mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 26,25 US-Dollar auf und verwies dabei auf die Rolle des Unternehmens beim Aufbau westlicher Wolfram-Lieferketten.

Der Kurs notierte zum Freitagsschluss bei 15,13 Euro, ein Minus von 0,9 Prozent im Tagesverlauf. Über die vergangenen 30 Tage steht dennoch ein Plus von 30 Prozent zu Buche – ein Zeichen dafür, dass der Markt die operativen und vertraglichen Fortschritte insgesamt honoriert, auch wenn einzelne Handelstage volatil ausfallen.

Für Anleger verdichten sich damit drei Stränge zu einem Bild: ein langfristig abgesicherter Absatzvertrag, ein nun operativ bestätigter Produktionsprozess und eine Kapitalstruktur, die durch Rückkäufe gestützt wird. Ob sich dieser Dreiklang in den kommenden Quartalen auch in belastbaren Verkaufszahlen niederschlägt, wird sich an den ersten Konzentratlieferungen aus Sangdong zeigen.

Anzeige

Almonty-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Almonty-Analyse vom 5. September liefert die Antwort:

Die neusten Almonty-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Almonty-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Almonty: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Almonty