Almonty Aktie: Sangdong seit Dezember in Förderung

Almonty Industries nimmt die Sangdong-Mine in Südkorea wieder in Betrieb und profitiert von steigender Nachfrage nach nicht-chinesischem Wolfram.

Die Kernpunkte:
  • Sangdong-Mine nach Jahrzehnten reaktiviert
  • US-Verbot für chinesisches Wolfram ab 2027
  • Aktie mit 296% Plus im Jahresvergleich
  • Geplanter Produktionsstart in Montana 2026

Tungsten ist wieder geopolitisch. Und Almonty Industries steht genau dort, wo westliche Regierungen dringend Lieferanten brauchen: außerhalb Chinas.

Das kanadische Bergbauunternehmen hat im März 2026 die Phase-1-Inbetriebnahme seiner Sangdong-Mine in Südkorea abgeschlossen. Die Mine gilt als eine der größten und erzreichsten Wolframlagerstätten weltweit. Aktiv gefördert wird dort seit Dezember 2025 — nach mehr als drei Jahrzehnten Pause.

Warum Wolfram plötzlich Priorität hat

Die USA treiben den Wandel voran. Ab dem 1. Januar 2027 darf chinesisches Wolfram nicht mehr in militärische Lieferketten einfließen. Wolfram steckt in panzerbrechender Munition, Halbleitern und Ölfeldzubehör. China dominiert die globale Versorgung. Wer das ändern will, braucht Alternativen — schnell.

Almonty reagiert nicht nur mit Sangdong. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz nach Dillon, Montana verlegt. Für die zweite Jahreshälfte 2026 plant es die Produktionsbereitschaft seines Gentung-Projekts, ebenfalls in Montana. Damit will Almonty US-Wolframvorkommen zurück in die Förderung bringen.

Chinesische Exportbeschränkungen haben den Markt zusätzlich verengt. Der Preis für Ammoniumparawolframat — ein zentrales Wolframprodukt — ist gestiegen.

Starke Jahresbilanz, aber zuletzt unter Druck

Die Aktie spiegelt die Aufbruchstimmung wider — mit Abstrichen. Über zwölf Monate legte der Kurs um rund 296 Prozent zu. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus noch immer gut 91 Prozent.

Allerdings hat der Kurs zuletzt nachgegeben. In den vergangenen 30 Tagen verlor die Aktie knapp 18 Prozent. Zum Wochenschluss notierte sie bei 23,00 CAD — rund 31 Prozent unter dem Allzeithoch von 33,35 CAD, das Mitte April 2026 erreicht wurde. Der RSI liegt bei 40,9 und signalisiert weder überkaufte noch überverkaufte Bedingungen. Die annualisierte 30-Tage-Volatilität beträgt knapp 91 Prozent.

Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 18,04 CAD bleibt mit rund 27 Prozent deutlich positiv. Das zeigt: Der übergeordnete Aufwärtstrend ist trotz der jüngsten Schwäche intakt.

Strukturelle Rückendeckung

Westliche Regierungen investieren Milliarden in strategische Rohstoffreserven und neue Förderprojekte. Wolfram gehört zu den Materialien, die dabei besonders im Blick stehen. Almonty profitiert davon strukturell — als einer der wenigen nicht-chinesischen Produzenten mit laufender Förderung und konkreten Expansionsplänen in den USA.

Der nächste Prüfstein ist die Produktionsaufnahme in Montana. Gelingt das bis Ende 2026 planmäßig, wächst Almontys Gewicht als westlicher Wolfram-Lieferant erheblich.

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