Almonty Aktie: Sangdong startet Wolfram-Verkauf
Almonty Industries meldet den Produktionsstart in Südkorea, sichert langfristige Wolframabnahme und erweitert sein Rohstoffnetzwerk nach Afrika und Europa.

- Sangdong-Mine nimmt Betrieb auf
- Wolframvertrag über 21 Jahre erweitert
- Ruanda erhält 25 Prozent Beteiligung
- Spanische Rückstände werden aufbereitet
Die weltweite Rohstoffversorgung mit kritischen Metallen rückt zunehmend in den Mittelpunkt internationaler Industriestrategien. Vor diesem Hintergrund hat sich Almonty Industries über die vergangenen Monate eine breite Basis aufgebaut. Das Unternehmen treibt Projekte in Asien, Europa und Afrika voran, um Abnehmer außerhalb dominanter Angebotsmärkte verlässlich mit Wolfram zu beliefern.
Gestern schloss das Papier im deutschen Handel bei 12,54 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus auf 58 Prozent. Diese Entwicklung spiegelt die operative Transformation wider, die der Rohstoffkonzern Schritt für Schritt vollzieht.
Operative Fortschritte in Südkorea
Einen zentralen Meilenstein markiert die Sangdong-Mine in Südkorea. Für die dortigen Verarbeitungs- und Brechanlagen trafen die finalen Inspektionszertifikate ein. Diese Genehmigungen erlauben Phase I des kommerziellen Betriebs und damit den offiziellen Verkauf von Wolframkonzentrat. Die Produktionsaufnahme erfolgte vor gut einer Woche.
Flankiert wird dieser operative Start durch langfristige Absatzstrukturen. Das Unternehmen weitete vor über einem Monat seine Abnahmevereinbarung mit Global Tungsten & Powders LLC deutlich aus. Der Kontrakt läuft nun über 21 Jahre ab der ersten Lieferung. Zugleich stieg das vereinbarte Gesamtvolumen auf 4.410.000 MTU, wobei nach der Hochlaufphase eine Mindestmenge von jährlich 210.000 MTU vorgesehen ist.
Expansion nach Afrika und Europa
Parallel dazu erschließt sich der Konzern neue Rohstoffquellen auf anderen Kontinenten. Wie Reuters berichtete, besiegelte Almonty mit der Regierung von Ruanda vor über einem Monat eine verbindliche strategische Partnerschaft. Die dortige Regierung erhält im Gegenzug für die Shyorongi-Explorationskonzession und eine Erzverarbeitungslizenz einen Anteil von 25 Prozent an Almonty Rwanda Pty Ltd.
Almonty selbst führt die Gesellschaft mit einer Mehrheit von 75 Prozent. Die Erschließung und Verarbeitung des Wolframs erfolgt dabei im Rahmen US-amerikanischer Wirtschaftsvereinbarungen. Damit bindet das Unternehmen afrikanische Vorkommen frühzeitig in westliche Lieferketten ein.
Ergänzt wird dieses Portfolio durch ein Projekt in Spanien. Almonty schloss eine Vereinbarung mit der Sandvik-Tochter Wolfram Bergbau und Hütten AG zur Aufbereitung vorhandener Rückstände der Mine Los Santos. Diese Kooperation umfasst auch eine Vorauszahlung über 3 Millionen US-Dollar. Durch das Zusammenspiel dieser Standorte deckt der Konzern künftig Förder- und Recyclingaktivitäten gleichermaßen ab.
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