Almonty Aktie: Sangdong verarbeitet seit Juli 2026

Almonty-Aktie erholt sich nach indexbedingten Verkäufen. Neue Vergütungspläne und der Sangdong-Hochlauf rücken das operative Geschäft in den Fokus.

Die Kernpunkte:
  • Kurssprung nach Verkaufswelle
  • Neue Vergütungsprogramme für Management
  • Sangdong-Mine startet Verarbeitung
  • Kapitalerhöhung bringt 219 Millionen Dollar

Zwei Tage, zwei kräftige Kurssprünge. Die Aktie von Almonty Industries legte am 5. August um 4,17 Prozent zu und erreichte 11,995 Euro im europäischen Handel. Tags zuvor waren es bereits 5,40 Prozent. Der Grund für die Erholung liegt nicht im operativen Geschäft, sondern im Ende einer technischen Verkaufswelle.

Diese Welle hatte einen klaren Auslöser: den freiwilligen Rückzug von der Toronto Stock Exchange, abgeschlossen am 31. Juli. Der Wechsel führte zum automatischen Ausschluss aus mehreren globalen Indizes. Passive Fonds mussten daraufhin ihre Positionen abbauen — unabhängig davon, wie das Unternehmen operativ dasteht.

Neue Aktienoptionen für das Management

Am 4. August verabschiedete Almonty zwei neue Vergütungsprogramme: den „Fourth Amended and Restated Incentive Stock Option Plan“ sowie einen überarbeiteten Restricted Share Unit Plan. Einen Tag später reichte das Unternehmen bei der US-Börsenaufsicht SEC ein Formular S-8 ein. Damit registriert Almonty neue Aktien für die Ausgabe im Rahmen dieser Programme.

Solche Pläne sollen Management und Mitarbeiter enger an die Interessen der Aktionäre binden. Almonty befindet sich aktuell im Übergang von der Bauphase zur stabilen Produktion — ein Zeitpunkt, an dem Unternehmen ihre Vergütungsstrukturen häufig anpassen. Der Schritt fällt zusammen mit der Verlegung des Firmensitzes nach Dillon, Montana, und einer stärkeren Ausrichtung auf die Nasdaq als primären Handelsplatz.

Sangdong soll Chinas Wolfram-Dominanz brechen

Der eigentliche Wert von Almonty entscheidet sich nicht an der Börse in Toronto, sondern in einer Mine in Südkorea. Seit Anfang 2025 hat China seine Exportkontrollen für Wolfram deutlich verschärft. Die Folge: Preise für Wolframprodukte steigen, und westliche Luft- und Elektronikkonzerne suchen dringend nach Lieferanten außerhalb Chinas.

Genau hier setzt die Sangdong-Mine an. Sie startete im Juli 2026 offiziell die Verarbeitung und befindet sich derzeit in der Hochlaufphase der ersten Ausbaustufe. Bei voller Phase-1-Kapazität von 2.300 Tonnen Konzentrat pro Jahr soll die Mine rund 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken.

Die Finanzierung dafür steht. Ende 2025 und Anfang 2026 sammelte Almonty durch eine überzeichnete Kapitalerhöhung rund 219 Millionen US-Dollar brutto ein. Hinzu kommt ein erweiterter Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders über 21 Jahre Laufzeit, der bei aktuellen Preisen mindestens 490 Millionen US-Dollar Gesamtumsatz einbringen soll.

Diese Kombination aus frischem Kapital und langfristig gesicherten Abnahmemengen verschafft Almonty die Liquidität, um den Hochlauf in Sangdong durch die zweite Jahreshälfte 2026 zu finanzieren. Die technische Verkaufswelle durch den TSX-Delisting-Effekt dürfte damit ausgelaufen sein — das operative Geschäft rückt wieder in den Vordergrund.

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