Almonty Aktie: Sprung in die Profitabilität im Q2

Almonty Industries erzielt im zweiten Quartal Gewinn und Umsatzplus, während Diamond Equity die Prognose für 2026 nach unten korrigiert.

Die Kernpunkte:
  • Quartal bringt Almonty in die Gewinnzone
  • 42,99 Millionen US-Dollar Umsatz erzielt
  • Diamond Equity reduziert Gewinnprognose
  • US-Lizenzpflicht für Wolframschrott beschlossen

Almonty Industries hat mit den Zahlen zum zweiten Quartal 2026 einen Wendepunkt markiert. Für die drei Monate zum 30. Juni meldete das Unternehmen den Sprung in die Profitabilität, wie das Unternehmen mitteilte. Konkret standen ein Gewinn je Aktie von 0,62 kanadischen Dollar nach GAAP und ein Umsatz von 42,99 Millionen US-Dollar zu Buche, wie Medienberichten zufolge aus dem Zahlenwerk hervorgeht.

Gewinnsprung trifft auf skeptische Analystenstimme

Der Ergebnisschub fällt in eine Phase, in der Almonty ohnehin im Fokus institutioneller Investoren steht: Bank of America stockte laut einer Ende August veröffentlichten Beteiligungsmitteilung ihre Position an dem Wolframförderer weiter auf. Gleichzeitig kappte das Analysehaus Diamond Equity seine Gewinnschätzung für das Geschäftsjahr 2026 von 0,55 auf 0,39 US-Dollar je Aktie.

Die Kürzung datiert auf den 19. August und dürfte auch mit den zuvor gedrosselten Fördermengen an der portugiesischen Panasqueira-Mine zusammenhängen. Die Diskrepanz zwischen frischem Rekordgewinn im zweiten Quartal und niedrigerer Jahresschätzung zeigt, wie unterschiedlich Marktteilnehmer die Nachhaltigkeit des Ergebnissprungs derzeit einschätzen.

Handelsbeschränkungen in den USA als neuer Faktor

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält der Wolframsektor durch eine neue US-Exportbeschränkung: Seit vergangener Woche darf laut einem Newsletter des Unternehmens kein amerikanischer Marktteilnehmer mehr ohne Lizenz Wolframschrott exportieren, die Regelung gilt für ein Jahr.

Almonty ordnet dies in seiner eigenen Kommunikation als strukturelles Signal für den westlichen Wolframmarkt ein, da die USA damit ihre Abhängigkeit von chinesischen Lieferketten weiter zu reduzieren versuchen. Für einen Produzenten außerhalb Chinas wie Almonty kann eine verknappte US-Schrottversorgung die Nachfrage nach Primärmaterial aus eigener Förderung zusätzlich stützen.

Rückkaufprogramm bleibt Randnotiz zu den Quartalszahlen

Das bereits aufgelegte Aktienrückkaufprogramm über bis zu 14,4 Millionen Aktien und ein Volumen von bis zu 300 Millionen US-Dollar läuft parallel weiter und wird von Beobachtern zunehmend als Vertrauenssignal des Managements in die Bewertung nach dem Produktionsstart in Sangdong gelesen. Es bildet aber nicht den eigentlichen Nachrichtenkern dieser Woche, sondern den Rahmen, in dem die überraschend starken Quartalszahlen zusätzliches Gewicht erhalten.

An der Börse zeigt sich die Aktie nach der jüngsten Rally konsolidiert: Sie notiert bei 15,45 Euro und damit knapp ein Viertel unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 20,61 Euro, das erst im April markiert wurde. Der Wert bleibt damit deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt von 12,72 Euro, was auf einen intakten mittelfristigen Aufwärtstrend hindeutet.

Die Kombination aus operativer Wende, geopolitischem Rückenwind für westliche Wolframproduzenten und der laufenden Diskussion um die Nachhaltigkeit der Gewinnentwicklung dürfte die Aktie in den kommenden Wochen weiter in Bewegung halten.

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