Almonty Aktie: T. Rowe Price investiert 178 Millionen
BlackRock und T. Rowe Price erhöhen ihre Anteile an Almonty deutlich. Der Wolframproduzent meldet starke operative Fortschritte und sichert langfristige Abnahmeverträge.

- BlackRock und T. Rowe Price erhöhen Anteile
- Umsatzsprung um fast 500 Prozent
- Sangdong-Mine startet Produktion
- Aktienrückkaufprogramm über 300 Mio. USD
Almonty Industries gewinnt bei großen US-Vermögensverwaltern deutlich an Gewicht. BlackRock stockte seine Position im zweiten Quartal um mehr als sechs Millionen Aktien auf, im Gegenwert von rund 100,6 Millionen US-Dollar.
T. Rowe Price kaufte über zwei seiner Gesellschaften Anteile im Volumen von zusammen fast 178 Millionen US-Dollar hinzu. Die Zuflüsse fallen in eine Phase, in der sich das operative Bild des Wolframproduzenten fundamental verändert hat.
Schwergewichte bauen Positionen auf
Die Aufstockungen von BlackRock und T. Rowe Price Associates sowie T. Rowe Price Investment Management summieren sich auf Käufe von deutlich über 16 Millionen Aktien allein im zweiten Quartal. Für ein Unternehmen, das erst kürzlich den Sprung von der Entwicklungs- in die Produktionsphase vollzogen hat, ist das ein bemerkenswertes Signal institutionellen Vertrauens.
Ende Juni war Almonty zudem in den Russell 1000 Index sowie den breiter gefassten Russell 3000 Index aufgenommen worden – ein Schritt, der passive Mittelzuflüsse von genau jener Anlegergruppe begünstigt, die nun als Käufer auftritt.
Der KfW-Kredit über umgerechnet rund 14,7 Millionen Euro wurde bereits vor rund einem Monat vollständig getilgt, seither hat die Aktie rund 21,3 Prozent verloren. Vor diesem Hintergrund wirken die Nachkäufe der institutionellen Anleger wie eine Wette gegen die jüngste Kursschwäche – gestützt von harten operativen Zahlen.
Fundament: Umsatzsprung und neue Kapitalstruktur
Die Grundlage für das Interesse liefern die jüngsten Quartalszahlen. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz um 498 Prozent im Jahresvergleich auf 43,0 Millionen kanadische Dollar, das Ergebnis aus dem Bergbaugeschäft erreichte 26,1 Millionen kanadische Dollar. Das bereinigte EBITDA lag bei 17,6 Millionen kanadische Dollar, eine Verbesserung um mehr als 22 Millionen kanadische Dollar gegenüber dem Vorjahresquartal.
Der Nettogewinn von 181,8 Millionen kanadische Dollar wurde allerdings maßgeblich durch nicht zahlungswirksame Bewertungsgewinne aus Derivaten und Warrants in Höhe von rund 173,1 Millionen kanadische Dollar getrieben.
Operativ verbesserte sich die Cash-Generierung deutlich: Im ersten Halbjahr erwirtschaftete Almonty einen operativen Mittelzufluss von 31,6 Millionen kanadische Dollar, nach einem Abfluss von 14,9 Millionen kanadische Dollar im Vorjahreszeitraum. Nach der Platzierung von Wandelanleihen über 800 Millionen US-Dollar verfügte das Unternehmen zum 30. Juni über eine Kassenposition von rund 1,23 Milliarden kanadische Dollar.
Sangdong treibt operatives Geschäft
Die Zahlen spiegeln den Produktionsstart der Sangdong-Mine in der südkoreanischen Provinz Gangwon wider, wo im Juni die Verarbeitung von Erz zu verkaufsfähigem Wolframkonzentrat begann.
Im Juli erweiterte Almonty zudem seinen langfristigen Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders, einem Mitglied der österreichischen Plansee Group: Die Laufzeit wurde von 15 auf 21 Jahre verlängert, das kontrahierte Gesamtvolumen um 40 Prozent auf 4,41 Millionen MTU erhöht und die Preiskonditionen um rund 6,3 Prozent verbessert. Bei aktuellen Preisen soll der Vertrag über die gesamte Laufzeit rund 490 Millionen US-Dollar an Erlösen bringen.
Almonty hatte sich vor rund zwei Wochen von TSX und ASX zurückgezogen, um die Notierung auf den US-Markt zu konzentrieren – ein Schritt, der die jetzt sichtbaren institutionellen Käufe erst begünstigt haben dürfte.
Zusätzlich läuft ab dem 24. August ein Aktienrückkaufprogramm über bis zu 300 Millionen US-Dollar beziehungsweise 14,4 Millionen Aktien, das bis August 2029 befristet ist. Für Anleger bündeln sich damit mehrere Bausteine: operativer Fortschritt in Sangdong, gesicherte langfristige Abnahmeverträge und ein wachsendes institutionelles Aktionariat.
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