Almonty Aktie: TSX-Delisting am 31. Juli, Sangdong läuft

Almonty verlässt die TSX und bündelt Liquidität an Nasdaq und Frankfurt. Trotz Kursverlusten bauen institutionelle Anleger ihre Positionen aus.

Die Kernpunkte:
  • Freiwilliger Rückzug von der TSX
  • Kurs fällt unter die 200-Tage-Linie
  • Institutionelle Investoren stocken auf
  • Sangdong-Mine startet Aufbereitung

Almonty Industries verlässt in dieser Woche die Toronto Stock Exchange. Der freiwillige Rückzug wird am Freitag, den 31. Juli 2026, zum Handelsschluss wirksam. Für Anleger mit kanadischen Depots bedeutet das: Wer die Aktie weiter halten will, muss seinen Bestand auf Nasdaq oder Frankfurt umschichten.

Der Schritt ist Teil einer größeren Bereinigung der Börsennotierungen. Auch an der australischen ASX zieht sich Almonty zurück. Dort werden die dortigen Hinterlegungsscheine am 28. August 2026 ausgesetzt, das endgültige Delisting folgt am 1. September. Das Management begründet den Rückzug mit geringen Handelsvolumina an den Nebenbörsen im Vergleich zur Nasdaq. Mehrere Notierungen zu pflegen, diene den Aktionären nicht mehr.

Kursdruck trifft auf institutionelles Kaufinteresse

Der Rückzug aus Toronto trifft auf einen Kurs unter Druck. Am Freitag verlor die Aktie 5,52 Prozent und schloss bei 18,81 kanadischen Dollar. Damit rutschte der Titel unter die 200-Tage-Linie bei 19,15 CAD — eine Marke, die charttechnisch orientierte Anleger genau beobachten.

Der Kursrutsch relativiert sich allerdings im Jahresverlauf. Seit Jahresbeginn steht die Aktie noch immer mit 55,84 Prozent im Plus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 33,35 CAD trennen den Titel derzeit 43,60 Prozent.

Während der Kurs schwächelt, bauen einzelne institutionelle Investoren ihre Position aus. Cooper Creek Partners Management hat seinen Bestand im ersten Halbjahr mehr als verdoppelt und 2,51 Millionen zusätzliche Aktien gekauft. Die Fondsgesellschaft hält nun rund 4,78 Millionen Anteile, etwa 1,69 Prozent des Unternehmens.

Sangdong läuft an

Operativ richtet sich der Blick auf die Tungsten-Mine Sangdong in Südkorea. Seit dem 1. Juli 2026 läuft dort die Aufbereitungsanlage. Aktuell verarbeitet Almonty rund 139.700 Tonnen gelagertes Erz mit einem durchschnittlichen Gehalt von 0,25 Prozent Wolframtrioxid.

Phase 1 des Projekts soll jährlich etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat liefern. Rückendeckung gibt ein erweiterter Liefervertrag mit Global Tungsten & Powders. Die Laufzeit wurde jüngst auf 21 Jahre verlängert, das Abkommen deckt rund 90 Prozent der Phase-1-Produktion ab.

Was die Woche entscheidet

Der 14-Tage-RSI liegt bei 38,8. Die Aktie nähert sich damit überverkauftem Terrain, ohne es bereits erreicht zu haben. Für die kommenden Handelstage dürfte die Rückeroberung der 200-Tage-Linie bei 19,15 CAD das zentrale Signal sein — gelingt sie, wäre das ein erstes Zeichen für eine Stabilisierung der laufenden Korrektur.

Bis Freitag bleibt die TSX für Almonty-Aktionäre noch handelbar. Danach zählt nur noch, ob sich Liquidität und Kurs an Nasdaq und Frankfurt genauso entwickeln wie erhofft.

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