Almonty Aktie: Vertrag mit Global Tungsten um 40% ausgeweitet
Almonty sichert sich durch erweiterten Abnahmevertrag mit Global Tungsten & Powders mehr Planbarkeit für Erlöse aus der Sangdong-Mine. Die Aktie bleibt trotz jüngster Gewinnmitnahmen stark im Aufwärtstrend.

- Vertragslaufzeit um sechs Jahre verlängert
- Kontrahiertes Volumen steigt um 40 Prozent
- Sangdong-Mine startet Konzentratproduktion
- Umsatz wächst im Jahresvergleich um 498 Prozent
Almonty Industries hat mit Global Tungsten & Powders LLC einen bestehenden langfristigen Abnahmevertrag deutlich ausgeweitet. Die Laufzeit verlängert sich um sechs Jahre, das kontrahierte Volumen steigt um 40 Prozent, und die Preiskonditionen verbessern sich um rund 6,3 Prozent.
Für Anleger bedeutet das mehr Planungssicherheit über die künftigen Erlöse aus der Wolframproduktion – gerade in einer Phase, in der die Sangdong-Mine ihren operativen Hochlauf durchläuft.
Die Aktie schloss am Mittwoch bei 15,65 Euro, ein Rückgang von 3,4 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Sicht von 30 Tagen steht dennoch ein Plus von 46 Prozent, seit Jahresbeginn hat sich der Kurs nahezu verdoppelt. Der jüngste Tagesverlust lässt sich keinem konkreten Ereignis zuordnen und dürfte eher gewöhnliche Gewinnmitnahmen nach der starken Rally widerspiegeln.
Sangdong liefert die operative Grundlage
Der erweiterte Vertrag mit Global Tungsten & Powders fällt in eine Phase, in der die Sangdong-Mine erstmals seit Juni Wolframkonzentrat aus eingelagertem Roherz produziert.
Almonty war mit rund 139.700 Tonnen Erz bei einer Erzgüte von etwa 0,25 Prozent WO3 in die Verarbeitung gestartet. Die Anlage verarbeitet damit über Monate aufgebautes Material, während parallel im laufenden Abbau weiteres Erz gefördert wird.
Diese Konstellation verschiebt die Anlagestory weg von Bau- und Finanzierungsrisiken hin zu messbaren operativen Kennzahlen – ein Punkt, den auch das Analysehaus GBC AG in seiner Ersteinschätzung vom 20. August hervorhob, als es Almonty mit einem Kursziel von 25,87 Euro zum Kauf empfahl.
Die Zahlen zum zweiten Quartal untermauern den Wandel: Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 498 Prozent auf 43,0 Millionen kanadische Dollar, nach 25,4 Millionen im Vorquartal. Getrieben wurde dieser Sprung maßgeblich durch den starken Anstieg des europäischen APT-Preises auf etwa 3.075 US-Dollar pro MTU, verglichen mit 453 US-Dollar im Vorjahresquartal.
Der Gewinn aus dem Bergbaubetrieb erreichte 26,1 Millionen kanadische Dollar, nach einem Verlust von 0,9 Millionen ein Jahr zuvor – die Bruttomarge im Minengeschäft lag bei 60,7 Prozent.
Regulatorisches Umfeld begünstigt westliche Lieferketten
Zusätzlichen Rückenwind erhält die Branche durch eine neue US-Regel: Das Bureau of Industry and Security veröffentlichte am 6. August eine temporäre Verordnung, die den Export von Wolfram-Abfällen und -Schrott einschränkt und deren Zuteilung künftig auf US-Personen beschränkt.
Die Maßnahme betrifft damit nicht die Beschaffung von primärem Wolframkonzentrat, sondern zielt auf Sekundärmaterialien ab – dennoch unterstützt sie den politischen Trend, wolframhaltige Lieferketten stärker innerhalb der USA und bei nicht-chinesischen Partnern zu verankern, ein Umfeld, das Produzenten wie Almonty tendenziell begünstigt.
Am chinesischen Heimatmarkt zeigte sich der Wolframpreis zuletzt deutlich volatiler: Der APT-Preis auf Basis des SMM-China-Referenzwerts fiel bis Anfang August auf 79.731,63 US-Dollar pro Tonne, nach 105.775,02 US-Dollar im Juli – ein Rückgang von rund 24,6 Prozent.
Der international relevantere westliche Referenzpreis CIF Rotterdam blieb davon mit 3.075 US-Dollar pro MTU nahezu unberührt, nach 3.100 US-Dollar zuvor. Die Korrektur konzentrierte sich damit fast ausschließlich auf den chinesischen Binnenmarkt, während das für Almontys Exportgeschäft maßgebliche westliche Preisniveau stabil blieb.
Der jetzt erweiterte Vertrag mit Global Tungsten & Powders sichert Almonty über die kommenden Jahre einen wachsenden, planbaren Absatzkanal – unabhängig von den Schwankungen am chinesischen Spotmarkt. Für ein Unternehmen, das sich gerade vom Bau- in den Produktionsstatus wandelt, ist diese Visibilität ein zentraler Baustein der Investmentthese.
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