Almonty Aktie: Wolfram-Preis springt 500 Prozent
Almonty Industries steigt in Russell-Indizes auf, was passive Fonds zu Millioneneinkäufen zwingt. Geopolitische Spannungen treiben den Wolfram-Preis rasant an.

- Aufnahme in Russell-Indizes Ende Juni
- Passive Fonds müssen Aktien kaufen
- Wolfram-Preis steigt um über 500 Prozent
- Wandelanleihe bringt 773 Millionen Dollar
Für Almonty Industries beginnt eine entscheidende Woche. Der Wolfram-Produzent rückt in Kürze in die Russell-Indizes auf. Das zwingt passive Fonds zum Kauf. Parallel dazu erwartet der Markt ein wichtiges Bohr-Update zum Molybdän-Projekt in Südkorea.
Millionen-Käufe durch Index-Aufstieg
Am 29. Juni rückt Almonty in zwei wichtige Russell-Indizes auf. Das hat direkte Folgen für den Handel. ETFs und Indexfonds müssen die Aktie nun zwingend in ihre Portfolios aufnehmen. Experten erwarten eine Nachfrage von mehreren Millionen Papieren.
Der wahre Treiber der Aktie ist jedoch die Geopolitik. China, Russland und Nordkorea kontrollieren fast den gesamten globalen Wolfram-Markt. Das US-Pentagon verbietet ab Januar 2027 den Kauf von chinesischem Wolfram. Peking reagierte bereits mit strengen Exportlizenzen. Die Folge: Der Wolfram-Preis schoss um mehr als 500 Prozent in die Höhe.
Almonty profitiert direkt von dieser Blockbildung. Die Sangdong-Mine in Südkorea produziert bereits. Eine geplante Erweiterung soll die Kapazität bis 2027 verdoppeln. Dann liefert das Projekt rund 40 Prozent der weltweiten Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas. Im ersten Quartal stieg der Umsatz massiv an. Auch das operative Ergebnis drehte in die Gewinnzone.
Frisches Kapital und US-Expansion
Für den weiteren Ausbau hat sich das Management finanziell gerüstet. Im Juni schloss Almonty eine Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar ab. Nach Abzug aller Kosten fließen dem Unternehmen rund 773 Millionen US-Dollar zu. Das Geld stärkt das laufende Geschäft und ermöglicht mögliche Übernahmen.
Ein konkretes Ziel ist das Gentung-Projekt im US-Bundesstaat Montana. Almonty will dort noch im zweiten Halbjahr 2026 die Produktion starten. Dafür fehlen allerdings noch die nötigen Abbaugenehmigungen. Das Equipment stammt aus spanischen Beständen des Konzerns.
Hohe Gewinne, extreme Schwankungen
Die operative Entwicklung spiegelt sich im Aktienkurs wider. Am Freitag schloss das Papier bei 26,67 Kanadischen Dollar. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von knapp 122 Prozent auf der Kurstafel. Auf Sicht von zwölf Monaten hat sich der Wert sogar mehr als verfünffacht.
Ein RSI-Wert von 53 signalisiert aktuell eine neutrale Bewertung. Die Aktie ist weder überkauft noch überverkauft. Mit einer annualisierten Schwankungsbreite von fast 99 Prozent bleibt das Papier hochriskant. Die kommenden Handelstage bis zur Index-Aufnahme am 29. Juni dürften diese Volatilität weiter anheizen.
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