Almonty Aktie: Wolframpreis steigt auf 3.075 Dollar

Almonty verzeichnet dank massiv gestiegener Wolframpreise ein Umsatzplus von 498 Prozent und einen Nettogewinn von 181,8 Millionen US-Dollar im zweiten Quartal 2026.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzsprung um 498 Prozent
  • Wolframpreis versechsfacht sich
  • Sangdong-Mine vor Ausbauphase
  • Neuer Finanzchef und Indexaufnahme

Almonty Industries hat im zweiten Quartal 2026 einen Umsatzsprung verzeichnet, der die eigene Wachstumsgeschichte noch einmal deutlich übertrifft. Der Erlös kletterte auf 43,0 Millionen US-Dollar, ein Plus von 498 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Treiber war der Wolframpreis, der sich von 453 US-Dollar pro MTU im zweiten Quartal 2025 auf 3.075 US-Dollar pro MTU im aktuellen Berichtsquartal mehr als versechsfacht hat.

Unter dem Strich stand ein Nettoeinkommen von 181,8 Millionen US-Dollar, nach einem Verlust von 58,2 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Darin enthalten sind 173,1 Millionen US-Dollar nicht zahlungswirksamer Gewinne. Das bereinigte EBITDA lag bei 17,6 Millionen US-Dollar, verglichen mit einem negativen EBITDA von 4,8 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Die Bruttomarge erreichte 60,7 Prozent. Der operative Cashflow im ersten Halbjahr summierte sich auf 31,6 Millionen US-Dollar.

Sangdong-Mine vor entscheidender Ausbauphase

Im Zentrum des operativen Fortschritts steht die Sangdong-Mine in Südkorea, die sich derzeit in der Inbetriebnahme von Phase I befindet. Ziel ist eine Fördermenge von 640.000 Tonnen pro Jahr. Eine zweite Ausbaustufe soll die Kapazität später auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen jährlich anheben. Parallel verweist das Unternehmen auf weitere Projekte, darunter Gentung in Montana und die Erweiterung von Panasqueira in Portugal.

Almonty hat zudem seinen Liefervertrag mit Global Tungsten & Powders neu verhandelt. Die Laufzeit wurde um sechs Jahre verlängert, das Volumen steigt um 40 Prozent, die Preiskonditionen verbessern sich um 6,3 Prozent. Ergänzt wird das operative Bild durch eine Wandelanleihe über 800 Millionen US-Dollar, die überzeichnet platziert wurde. Zum 30. Juni verfügte das Unternehmen über eine Barreserve von 1,2 Milliarden US-Dollar.

Neue CFO-Personalie und Indexaufnahme

Almonty hat mit Jorge Beristain einen neuen Finanzchef berufen. Zusätzlich wurde die Aktie in die Indizes Russell 1000 und Russell 3000 aufgenommen, was das gestiegene Marktgewicht des Unternehmens unterstreicht. Zum 31. Juli 2026 ist die Notierung an der Toronto Stock Exchange beendet worden.

Die Ergebnisse fielen bei Umsatz und Gewinn unterschiedlich gegenüber den Erwartungen aus: Während der Gewinn pro Aktie von 0,45 US-Dollar die Konsensschätzung von 0,07 US-Dollar deutlich übertraf, blieb der ausgewiesene Umsatz von 31,053 Millionen US-Dollar unter der Analystenerwartung von 35,038 Millionen US-Dollar. Unabhängig von dieser Diskrepanz bei der Erwartungsbildung bleibt der Umsatzsprung im Jahresvergleich das dominierende Signal für Anleger.

Vor der Veröffentlichung der Zahlen hatten die Investmenthäuser DA Davidson und Oppenheimer ihre Kursziele für Almonty angehoben, nachdem der Wolframpreis bereits im Vorfeld die Marke von 3.200 US-Dollar pro MTU überschritten hatte. Nach Veröffentlichung der Quartalszahlen bewertet ein Analyst die Aktie mit „Buy“ und einem Kursziel von 33,00 Euro.

Für Anleger verdichtet sich damit ein Bild: Der Wolframboom trifft bei Almonty auf ein Unternehmen, das operativ in eine neue Größenordnung vorstößt, finanziell mit einer prall gefüllten Kriegskasse ausgestattet ist und mit dem Sangdong-Projekt kurz vor dem entscheidenden Produktionshochlauf steht.

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