Almonty: Fidelity baut 6,5%-Position auf
Fidelity investiert in Almonty Industries, während Wolframpreise Rekordhöhen erreichen. Das Minenunternehmen bereitet sich mit neuem CFO auf die Produktionsphase vor.

- Fidelity hält 6,5 Prozent an Almonty
- Wolframpreise steigen aufgrund chinesischer Exportbeschränkungen
- Neuer CFO für operative Phase ernannt
- Sangdong-Mine als zentraler Produktionsstandort
Fidelity setzt ein deutliches Zeichen im Wolfram-Markt. Der Vermögensverwalter hat bei Almonty Industries eine Beteiligung aufgebaut, während die Preise für den strategischen Rohstoff auf Rekordniveau liegen. Für das Unternehmen kommt der Einstieg zu einem heiklen, aber wichtigen Zeitpunkt: Aus dem Minenentwickler soll nun ein Produzent mit relevantem Cashflow werden.
Fidelity steigt ein
Fidelity hält nun 6,5 Prozent an Almonty und besitzt 18,28 Millionen Aktien. Die Position wurde in einer US-Börsenmeldung vom 5. Mai 2026 offengelegt.
Damit rückt ein weiterer großer institutioneller Name in das Aktionärsregister. Van Eck Associates gehört bereits zu den bekannten Investoren, ebenso Encompass Capital Advisors. Das signalisiert wachsende Zuversicht, dass die Knappheit bei Wolfram nicht nur ein kurzfristiger Preisausschlag ist.
Der Preisdruck kommt vor allem aus China. Exportbeschränkungen für strategische Metalle haben den Markt spürbar verengt. Ammoniumparawolframat legte seit Ende 2024 um rund 230 Prozent zu; Anfang Mai kletterten Spotpreise auf mehr als 3.200 US-Dollar je metrische Tonneneinheit.
Die Aktie hat diese Entwicklung längst vorweggenommen. Am Montag schloss sie bei 27,04 AUD, ein Tagesminus von 0,84 Prozent. Seit Jahresanfang steht dennoch ein Plus von gut 104 Prozent zu Buche.
Neuer CFO für die Produktionsphase
Parallel zum Einstieg von Fidelity stellt Almonty die Finanzführung neu auf. Jorge Beristain übernimmt zum 1. Juni 2026 den Posten des Finanzchefs. Brian Fox hat die Rolle mit sofortiger Wirkung abgegeben; bis zum Start Beristains führt Entwicklungschef Guillaume de Lamaziere die Finanzabteilung übergangsweise.
Beristain kommt von Ryerson Holding, einem Metallhändler mit rund 5 Milliarden US-Dollar Jahresumsatz. Dort wirkte er an einer deutlichen Steigerung des Börsenwerts mit. Zuvor leitete er bei Deutsche Bank Securities das Aktienresearch für Metalle und Bergbau in Nord- und Südamerika.
Der Wechsel passt zur neuen Phase des Unternehmens. Almonty braucht nun weniger Projektstory und mehr operative Verlässlichkeit. Genau daran wird der Markt die nächsten Monate messen.
Sangdong wird zum Prüfstein
Die Sangdong-Wolframmine in Südkorea ist der Kern der Investmentthese. Almonty schloss die erste Inbetriebnahmephase im März 2026 ab; die Anlage ist auf rund 640.000 Tonnen Erz pro Jahr ausgelegt und soll etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat liefern.
Die Lagerstätte besitzt eine erwartete Lebensdauer von mehr als 45 Jahren. Der durchschnittliche Gehalt von etwa 0,51 Prozent Wolframtrioxid liegt deutlich über dem weltweiten Durchschnitt.
Für Rückenwind sorgt auch die geopolitische Lage. Japanische Produzenten warnen vor Engpässen bei Wolframhexafluorid, das in der Fertigung von 3D-NAND-Speichern benötigt wird. Ab dem 1. Januar 2027 untersagen die USA Wolframimporte für Verteidigungszwecke aus China, Russland, Iran und Nordkorea.
Finanziell bleibt die Story zweigeteilt. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Almonty 32,5 Millionen US-Dollar Umsatz, ein Plus von 13 Prozent. Der hohe Nettoverlust von 161,9 Millionen US-Dollar geht weitgehend auf nicht zahlungswirksame Bewertungseffekte zurück.
Ende 2025 verfügte das Unternehmen über rund 268 Millionen kanadische Dollar an Barmitteln. Damit kann die geplante zweite Sangdong-Ausbaustufe ohne neue Aktienfinanzierung angegangen werden.
Der nächste Prüfstein ist der Quartalsbericht. Dort zählt erstmals nicht mehr die Knappheitsfantasie, sondern harte Produktionsdaten aus Sangdong: Mengen, Kosten und der Anlauf der Erlöse.
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