Almonty Industries Aktie: Buchverlust trübt starke Zahlen
Der Wolframproduzent meldet starkes Umsatzwachstum und startet die Sangdong-Mine, während ein bilanzieller Sondereffekt das Jahresergebnis belastet.

- Umsatz steigt um 13 Prozent auf 32,5 Millionen US-Dollar
- Buchverlust durch Neubewertung von Wandelanleihen verursacht
- Sangdong-Wolframmine in Südkorea offiziell in Betrieb
- Solide Liquidität von 268,4 Millionen US-Dollar
Umsatz rauf, Verlust explodiert – und trotzdem ist bei Almonty Industries vieles besser als die Zahlen auf den ersten Blick vermuten lassen. Der Wolfram-Produzent hat seine Jahreszahlen für 2025 vorgelegt, die vor allem durch einen massiven nicht-zahlungswirksamen Buchhaltungseffekt geprägt werden.
Der Verlust, der keiner ist
Der Jahresumsatz stieg um 13 Prozent auf 32,5 Millionen US-Dollar, getrieben von einem dramatischen Anstieg des Wolfram-APT-Spotpreises. Der gleitende Zwölfmonatsdurchschnitt dieses Preises kletterte um 534 Prozent auf 2.250 US-Dollar je MTU.
Gleichzeitig wies das Unternehmen einen Nettoverlust von 161,9 Millionen US-Dollar aus – nach 16,3 Millionen im Vorjahr. Der Sprung klingt alarmierend, erklärt sich aber fast vollständig durch nicht-zahlungswirksame Neubewertungseffekte. Konkret: Der Kursanstieg der eigenen Aktie von 1,36 auf 12,07 kanadische Dollar im Jahr 2025 löste Neubewertungspflichten bei eingebetteten Derivaten aus eingebundenen Wandelanleihen aus – insgesamt 126,7 Millionen US-Dollar an Buchverlusten, die weder Cashflow noch Liquidität berühren. CFO Brian Fox betonte ausdrücklich, dass das operative Ergebnis ohne diese Effekte den Erwartungen entsprochen habe.
Sangdong läuft, Montana kommt
Operativ hat Almonty einen bedeutenden Schritt vollzogen. Am 17. März 2026 wurde die Sangdong-Wolframmine im südkoreanischen Gangwon-Provinz offiziell in Betrieb genommen – nach fast drei Jahren Entwicklungszeit. Phase 1 ist ausgelegt auf rund 640.000 Tonnen Erzdurchsatz jährlich, was etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat pro Jahr entspricht. Eine Phase-2-Erweiterung soll 2027 folgen und die Kapazität auf 1,2 Millionen Tonnen verdoppeln. Bei Vollauslastung könnte Sangdong rund 40 Prozent der globalen Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas abdecken.
In Nordamerika hat das Unternehmen das Gentung-Wolframprojekt im US-Bundesstaat Montana übernommen. Dort wird eine Produktionsbereitschaft für das zweite Halbjahr 2026 angestrebt, mit einer erwarteten Jahresproduktion von rund 140.000 Tonneneinheiten.
Kursreaktion und Ausblick
An der Nasdaq verlor die Aktie am 19. März rund 13,5 Prozent. Das Unternehmen selbst deutet an, dass Gewinnmitnahmen nach dem starken Kursanstieg sowie Sensitivität gegenüber der jüngsten Kapitalerhöhung – im Dezember 2025 wurden für 129,4 Millionen US-Dollar neue Aktien ausgegeben – die wahrscheinlichsten Treiber sind. Die Liquiditätsbasis ist mit 268,4 Millionen US-Dollar in bar zum Jahresende 2025 solide.
Mit Phase 1 in Betrieb und Phase 2 für 2027 geplant, hängt die weitere Kursentwicklung davon ab, ob Almonty die Hochlaufkurve in Sangdong zügig und planmäßig bewältigt – und ob die Wolfram-Preise auf erhöhtem Niveau bleiben.
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