Almonty Industries Aktie: Vom Entwickler zum Produzenten
Almonty Industries hat die kommerzielle Produktion in der Sangdong-Mine aufgenommen. Mehrere Analysten haben ihre Kursziele deutlich angehoben, da der Wolframmarkt von Angebotsverknappung und geopolitischen Verschiebungen profitiert.

- Mehrere Analysten erhöhen Kursziele deutlich
- Sangdong-Mine startet kommerzielle Wolframproduktion
- Wolframpreise durch Exportbeschränkungen stark gestiegen
- Institutionelle Investoren bauen Positionen massiv aus
Die Sangdong-Mine in Südkorea hat die aktive Produktion aufgenommen – und das zu einem Zeitpunkt, an dem der globale Wolframmarkt von einer strukturellen Angebotsverknappung geprägt ist. Mehrere Analysten haben ihre Kursziele zuletzt deutlich angehoben, institutionelle Investoren bauen gleichzeitig ihre Positionen aus.
Analystenvertrauen wächst mit dem Wolframpreis
DA Davidson hat das Kursziel für Almonty Industries von 18 auf 25 US-Dollar angehoben und die „Buy“-Empfehlung bekräftigt. Hintergrund sind aktualisierte Preisannahmen im Bewertungsmodell: Die Bank geht davon aus, dass der wöchentliche Fastmarkets-Referenzpreis dauerhaft über 2.000 US-Dollar je metrische Tonneneinheit bleibt. Bemerkenswert ist dabei die zunehmende Entkopplung zwischen Wolframpulver in Verteidigungsqualität und dem Basisprodukt Ammoniumparawolframat – ein Trend, den geopolitische Entwicklungen im Nahen Osten verstärkt haben.
DA Davidson hat seine langfristigen Preisannahmen bis etwa 2028 angehoben, gestützt auf einen Preisanstieg von über 160 Prozent im Jahr 2025 sowie anhaltend hohe Notierungen zu Beginn dieses Jahres. Almonty ist damit nicht nur ein reines Wolframspiel – das Unternehmen profitiert von einer strukturellen Verschiebung der westlichen Lieferketten.
Auch andere Häuser haben nachgezogen: Couloir Capital erhöhte sein fairen Wertziel im laufenden Zyklus von 7,69 auf 19,30 kanadische Dollar. Oppenheimer vergab ein „Buy“-Rating und hob das Kursziel von 12 auf 16 US-Dollar an. B. Riley erhöhte seines von 10 auf 17 US-Dollar.
Sangdong: Meilenstein nach langer Entwicklungsphase
Im Dezember 2025 startete die Sangdong-Mine in der südkoreanischen Provinz Gangwon die kommerzielle Produktion. Der erste Lkw mit Erz hat das Gelände inzwischen verlassen – ein symbolischer, aber konkreter Übergang vom Erschließungs- zum Produktionsunternehmen.
Die Aufbereitungsanlagen laufen planmäßig. Die Kapazität soll bis 2027 schrittweise ausgebaut werden. Das Vorkommen gilt als eines der bedeutendsten und erzreichsten Wolfram-Ressourcen weltweit, mit Reserven von 7,9 Millionen Tonnen. Phase II der Erweiterung ist ebenfalls für 2027 geplant und soll die Jahreskapazität auf bis zu 1,2 Millionen Tonnen steigern.
Chinas Exportrestriktionen als Markttreiber
China kontrolliert schätzungsweise 75 bis 80 Prozent des globalen Wolfromangebots. Ende 2025 verschärfte Peking die Exportbeschränkungen, was laut BMO Capital Markets zeitweise den chinesischen Export vollständig zum Erliegen brachte. Das Ergebnis: ein Preisanstieg von über 160 Prozent im Jahr 2025.
Zusätzlichen Druck erzeugt eine geplante Regelung des US-Verteidigungsministeriums: Ab dem 1. Januar 2027 soll Wolfram aus China, Russland und Nordkorea für Rüstungszwecke nicht mehr beschafft werden dürfen. Westliche Abnehmer diversifizieren ihre Lieferketten bereits jetzt – was die Nachfrage nach nicht-chinesischen Quellen wie Sangdong strukturell stützt.
Institutionelle Investoren stocken massiv auf
Das institutionelle Interesse an Almonty hat sich zuletzt deutlich beschleunigt. Van Eck Associates erhöhte seine Position im vierten Quartal auf 11,2 Millionen Aktien im Wert von rund 99 Millionen US-Dollar. Encompass Capital Advisors eröffnete eine neue Position im Wert von 25,6 Millionen US-Dollar, Next Century Growth Investors eine über 16,3 Millionen US-Dollar. Die Zahl der Fonds mit Positionen in Almonty stieg im letzten Quartal um mehr als 55 Prozent auf 107.
Quartalszahlen als nächster Prüfstein
Am 19. März veröffentlicht Almonty Industries seine Quartalsergebnisse. Der Bericht dürfte erstmals zeigen, ob die hohen Wolframpreise und der Produktionshochlauf sich in messbaren Finanzkennzahlen niederschlagen. Bis dahin bleibt die operative Ausführung – reibungsloser Produktionsanlauf, erreichbare Outputziele – die entscheidende Variable für die weitere Kursentwicklung.
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