Almonty Industries Aktie: Wachstumsfantasie trifft Realität
Almonty Industries verzeichnet Umsatzwachstum, bleibt aber aufgrund hoher Anlaufkosten defizitär. Analysten sehen langfristiges Potenzial und haben Kursziele angehoben.

- Umsatz steigt durch hohe Wolfram-Preise
- Hohe Anlaufkosten drücken die Profitabilität
- Analysten heben Kursziele deutlich an
- Geopolitische Lage begünstigt Geschäftsmodell
Der Wolfram-Produzent Almonty Industries sitzt eigentlich auf einem geopolitischen Trumpf. Während die westliche Welt nach Alternativen zu chinesischen Rohstoffen sucht und die Marktpreise auf Rekordniveaus klettern, schickten Anleger die Papiere gestern auf Talfahrt. Ein genauer Blick auf die jüngsten Bilanzen offenbart den Kontrast zwischen langfristigem strategischem Wert und der kurzfristigen finanziellen Realität.
Rote Zahlen trotz Umsatzsprung
Die Korrektur der vergangenen Wochen setzte sich am Dienstag mit einem Minus von gut zehn Prozent fort. Damit rutschte der Kurs auf 15,20 US-Dollar ab und entfernte sich weiter vom Mitte März markierten Hoch bei über 22 US-Dollar. Auslöser für die Nervosität sind die massiven Anlaufkosten der Produktion. Zwar kletterte der Jahresumsatz 2025 um 13 Prozent auf 32,5 Millionen US-Dollar, angetrieben von einem massiven Preisanstieg beim Wolfram-Zwischenprodukt APT. Die Profitabilität bleibt jedoch tief im roten Bereich. Eine Bruttomarge von lediglich 1,9 Prozent und eine negative EBIT-Marge von minus 189 Prozent spiegeln die aktuellen Herausforderungen wider.
Finanzchef Brian Fox liefert für die Verluste eine buchhalterische Erklärung. Ein Großteil des Defizits resultiert aus nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen. Diese wurden durch den starken Kursanstieg der Aktie im Jahr 2025 ausgelöst, was nach IFRS-Standards eine Neubewertung bestimmter Finanzinstrumente erforderte. Operativ verlaufe der Neustart der südkoreanischen Sangdong-Mine nach über 30 Jahren Stillstand nach Plan. Die erste Phase ist abgeschlossen, und bis 2027 soll die Kapazität verdoppelt werden, um künftig 40 Prozent des weltweiten Wolfram-Bedarfs außerhalb Chinas zu decken.
Analysten bleiben optimistisch
Interessanterweise teilen viele Experten die aktuelle Skepsis des Marktes bezüglich der Ausführungsrisiken nicht. Nach Vorlage der Jahreszahlen passten mehrere Wall-Street-Häuser ihre Kursziele am 20. März deutlich nach oben an:
- B. Riley: Ziel auf 23 US-Dollar angehoben (zuvor 17 USD)
- Oppenheimer: Ziel auf 19 US-Dollar angehoben (zuvor 16 USD)
- Alliance Global: Ziel auf 19,25 US-Dollar angehoben (zuvor 14 USD)
Geopolitischer Rückenwind
Das makroökonomische Umfeld stützt das Geschäftsmodell weiterhin. Die USA verbieten ab 2027 den Import von chinesischem Wolfram für Rüstungsgüter, was Almonty mit der Sangdong-Mine und dem neu erworbenen Gentung-Projekt in Montana als zentralen westlichen Lieferanten positioniert. Mit einem Netto-Cash-Bestand von knapp 157 Millionen US-Dollar ist die aktuelle Hochlaufphase der Produktion finanziert. Die aufgrund von Lieferzeitpunkten in das erste Quartal 2026 verschobenen Umsätze in Höhe von 3,1 Millionen US-Dollar fließen nun direkt in die nächste Bilanz ein.
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