Almonty IndustriesDRC: Sangdong-Phase 1 abgeschlossen
Der Wolframproduzent Almonty profitiert von globaler Knappheit und verlegt seinen Sitz in die USA. Die Sangdong-Mine soll künftig einen Großteil der nicht-chinesischen Nachfrage decken.

- Aktienkurs innerhalb eines Jahres um 680 Prozent gestiegen
- China kontrolliert 80 Prozent der globalen Wolframproduktion
- Firmensitz von Kanada in die USA verlegt
- Südkoreanische Mine als strategischer Lieferant des Westens
Wenn ein Rohstoff plötzlich über Halbleiter-Roadmaps und Verteidigungsbudgets entscheidet, verändert sich die Wahrnehmung der Unternehmen, die ihn fördern. Almonty Industries erlebt genau das — und der Kurs spiegelt es wider: Plus 680 Prozent in zwölf Monaten, heute auf einem neuen 52-Wochen-Hoch von 32,51 AUD.
Halbleiter brauchen Wolfram — und Wolfram ist knapp
Der Engpass hat eine technische Ursache. Bei der Fertigung von Chips unterhalb der 2-Nanometer-Grenze ist Wolfram unverzichtbar für Kontakt- und Verbindungsschichten. Der Boom bei 3D-NAND-Flash-Speichern, wo Wolfram für vertikale Verbindungen und Wortleitungen eingesetzt wird, hat die globalen Lagerbestände aufgezehrt.
Japanische Zulieferer haben koreanische Chiphersteller bereits vor möglichen Engpässen gewarnt. Die verfügbaren Bestände an Wolframhexafluorid (WF₆), einem zentralen Prozessgas, sollen nur noch bis Mitte 2026 reichen. Der Preis für Ammoniumparawolframat (APT) hat in diesem Umfeld Rekordniveaus erreicht — einzelne strategische Transaktionen lagen im April 2026 bei 3.000 US-Dollar je MTU.
China kontrolliert 80 Prozent — und dreht die Schraube
Hinter der Knappheit steckt mehr als Nachfrage. China produziert rund 80 Prozent des weltweiten Wolframs und hat die Förderkontingente drei Jahre in Folge um jeweils sechs Prozent gesenkt. Im Januar 2026 verschärfte Peking die Exportkontrollen erneut mit dem sogenannten „Katalog dual verwendbarer Güter“ — eine Fortsetzung der Restriktionen, die bereits Anfang 2025 begannen.
Westliche Industrienationen reagieren mit dem Aufbau alternativer Lieferketten. Genau hier positioniert sich Almonty.
Montana statt Toronto — Nähe zu Washington
Am 13. April 2026 verlegte Almonty seinen Firmensitz von Toronto nach Dillon, Montana. Der Schritt ist strategisch: Das Unternehmen rückt näher an US-Behörden und Rüstungsauftraggeber heran. Mehrere pensionierte US-Armeegeneräle wurden in den Verwaltungsrat berufen.
Parallel dazu läuft das Wolframprojekt Gentung in Montana auf Produktionsreife zu — geplant für die zweite Jahreshälfte 2026.
Das Flaggschiff bleibt jedoch die Sangdong-Mine in Südkorea. Phase 1 wurde am 16. März 2026 abgeschlossen. Die Anlage verarbeitet derzeit 640.000 Tonnen Erz pro Jahr und produziert rund 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat. Eine für 2027 geplante Phase-2-Erweiterung soll die Kapazität auf 1,2 Millionen Tonnen verdoppeln. Bei Vollauslastung könnte Sangdong etwa 40 Prozent der weltweiten Wolframnachfrage außerhalb Chinas decken.
Wachstum, aber noch kein Gewinn
Im vierten Quartal 2025 stieg der Umsatz um 39 Prozent auf 8,7 Millionen US-Dollar. Das bereinigte EBITDA blieb mit einem Verlust von 6,2 Millionen US-Dollar negativ — das Unternehmen befindet sich noch im Hochlauf. Der Markt bewertet Almonty derzeit weniger als laufendes Geschäft, sondern als strategischen Engpasslieferanten des Westens. Ob diese Prämie trägt, entscheidet sich spätestens mit dem Produktionsanlauf in Gentung und dem Ausbau in Sangdong im kommenden Jahr.
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