Almonty: Sangdong Phase 2 verdoppelt Produktion 2027
Almonty Industries baut mit 219 Millionen Dollar Finanzierung die Wolframproduktion in Südkorea und den USA aus.

- Kapitalerhöhung von 219 Millionen Dollar
- Ausbau der Sangdong-Mine in Südkorea
- Produktionsstart in Montana geplant
- Umsatz im ersten Quartal verdreifacht
Almonty Industries steht eine Woche vor der Hauptversammlung am 9. Juni. Im Fokus: eine Kapitalerhöhung von 219 Millionen US-Dollar und der Ausbau auf zwei Kontinenten gleichzeitig.
Zwei Finanzierungsrunden, ein strategischer Schwenk
Das Management hob drei Meilensteine des vergangenen Jahres hervor: zwei US-Aktienemissionen mit einem Gesamtvolumen von 219 Millionen Dollar, die Verlegung der Zentrale in die Vereinigten Staaten und die vollständige Übernahme des Gentung-Browns-Lake-Projekts in Montana.
Die Mittel fließen parallel in die Hochfahrphase in Südkorea und ein Frühphasenprojekt in den USA. Ende 2025 sicherte sich Almonty das Gentung-Browns-Lake-Projekt in Beaverhead County, Montana. Produktionsstart ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Die erste Phase soll rund 140.000 MTU Wolfram pro Jahr liefern — mehr als 90 Prozent davon sind bereits durch langfristige Verträge mit US-Verteidigungs- und Technologiekunden abgesichert.
Sangdong: Phase 1 läuft, Phase 2 in Sicht
Das koreanische Flaggschiff erwirtschaftet bereits Umsatz. Phase 1 der Sangdong-Mine ist in Betrieb. Die Aufbereitungsanlage verarbeitet rund 640.000 Tonnen Erz jährlich und produziert etwa 2.300 Tonnen Wolframkonzentrat.
Eine geplante Phase-2-Erweiterung soll 2027 online gehen. Die Kapazität steigt dann auf 1,2 Millionen Tonnen Erz pro Jahr, die Wolframproduktion verdoppelt sich auf rund 4.600 Tonnen. Bei voller Auslastung könnte Almonty etwa 40 Prozent der globalen Wolfram-Nachfrage außerhalb Chinas decken.
Q1 2026: Umsatz verdreifacht, Cashflow dreht ins Plus
Die Zahlen für das erste Quartal 2026 zeigen die frühen Effekte des Ausbaus. Der Umsatz kletterte um 221 Prozent auf 25,4 Millionen Dollar, verglichen mit 7,9 Millionen im Vorjahresquartal. Treiber waren der stark gestiegene Spot-Preis für Wolfram-APT und die stabile Produktion in der Panasqueira-Mine.
Der operative Cashflow drehte auf 9,7 Millionen Dollar, nach minus 4,4 Millionen im Vorjahr. Ein Wendepunkt. Die Barmittel beliefen sich zum 31. März 2026 auf 259,9 Millionen Dollar, das Working Capital auf 169,5 Millionen.
Der Nettoverlust lag bei 5,3 Millionen Dollar oder 0,02 Dollar je Aktie, nach einem Verlust von 34,6 Millionen Dollar oder 0,13 Dollar je Aktie im Vorjahr. Im aktuellen Quartal entfielen 6,4 Millionen auf nicht zahlungswirksame Verluste aus der Neubewertung eingebetteter Derivate und 2,0 Millionen auf Neubewertungen von Warrant-Verbindlichkeiten — Buchposten ohne Auswirkung auf operative Performance, Cashflow oder Liquidität.
Makro-Rückenwind: China-Restriktionen formen den Markt neu
Almonty profitiert von einer Angebotslücke. China produziert über 80 Prozent des globalen Wolframs, hat aber Exporte beschränkt und Dual-Use-Lieferungen verboten. Parallel dazu haben die USA ab 2027 Wolfram-Importe aus China für Verteidigungsbeschaffungen untersagt. Die Kombination aus Chinas Exportkontrollen und steigender Nachfrage trieb den Wolframpreis 2025 um mehr als 160 Prozent nach oben. Anfang 2026 setzte sich der Anstieg fort.
Governance und Index-Aufnahme runden die Juni-Katalysatoren ab
Das Unternehmen betonte die Bedeutung der Wiederwahl des aktuellen Vorstands, um strategische Kontinuität zu wahren. Parallel verfeinert Almonty seine Governance-Strukturen für wachsende Sichtbarkeit auf den US-Kapitalmärkten und bei globalen Verteidigungskunden.
Jenseits der Hauptversammlung steht ein strukturelles Marktereignis bevor. Almonty wird nach Abschluss der Russell-Index-Neugewichtung 2026 in den Large-Cap Russell 1000® Index und den Broad-Market Russell 3000® Index aufgenommen. Die Aufnahme wird mit Marktöffnung am 29. Juni 2026 wirksam. Rund 12,2 Billionen Dollar an Vermögen sind an die Russell-US-Indizes gekoppelt.
Die Aktie notiert bei 27,16 AUD, 105 Prozent über Jahresanfang und 505 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 4,49 AUD. Vom April-Hoch bei 32,51 AUD trennen sie 16 Prozent.
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