Alno Aktie: Juristischer Schlussstrich

Die juristische Konsolidierung der Alno AG ist beendet. Strafverfahren gegen Ex-Vorstände wurden gegen Geldauflagen eingestellt, und Organhaftungsprozesse sind durch einen Vergleich beigelegt.

Die Kernpunkte:
  • Strafverfahren gegen Ex-Vorstände eingestellt
  • Vergleich mit Versicherern beendet Haftungsprozesse
  • Sachstandsbericht informiert Gläubiger über Verwertung
  • Nächster Bericht zur finalen Abwicklung für August 2026

Die juristische Aufarbeitung der Alno-Insolvenz erreicht ihre finale Phase. Mit der Vorlage des 16. Sachstandsberichts und dem Abschluss langjähriger Gerichtsverfahren wird das Erbe des einstigen Küchenherstellers weitgehend abgewickelt.

  • Strafverfahren gegen ehemalige Vorstände gegen Geldauflagen eingestellt.
  • Vergleich mit Haftpflichtversicherern beendet Organhaftungsprozesse.
  • Sachstandsbericht gibt Einblick in den Stand der Verwertung (nur für Gläubiger).

Strafverfahren gegen Geldauflagen eingestellt

Ein wesentlicher Teil der rechtlichen Aufarbeitung endete bereits vor wenigen Monaten. Das Strafverfahren gegen die ehemaligen Vorstandsmitglieder wegen des Vorwurfs der Insolvenzverschleppung und Untreue vor dem Landgericht Stuttgart wurde gegen die Zahlung von Geldauflagen eingestellt. Max Müller leistete eine Zahlung von 40.000 Euro, während für Ipek Demirtas 17.500 Euro fällig wurden.

Diese Entwicklung kam für Beobachter unerwartet, da das Gericht ursprünglich Verhandlungstermine bis in das laufende Jahr 2026 vorgesehen hatte. Mit der Erfüllung der Zahlungsauflagen gelten die Beteiligten als nicht vorbestraft. Bereits im Sommer des Vorjahres wurde zudem ein Verfahren gegen einen dritten Angeklagten gegen eine Zahlung von 10.000 Euro endgültig beendet.

Einigung in Haftungsfragen erzielt

Parallel dazu konnte die Insolvenzverwaltung Fortschritte bei der Sicherung der Masse erzielen. Bereits im März 2025 wurde ein Vergleich mit den maßgeblichen D&O-Versicherern geschlossen. Damit endeten die Organhaftungsverfahren vor den Landgerichten Bielefeld und Dessau-Roßlau.

Doch was bedeutet diese administrative Abwicklung für die ehemaligen Aktionäre? Seit dem Widerruf der Börsenzulassung Ende 2020 findet für die Titel kein offizieller Handel mehr statt. Der aktuelle Sachstandsbericht von vor wenigen Tagen dient primär der Information der Anleihegläubiger über die Verteilung der verbliebenen Mittel. Ein Zugang zu diesen Informationen ist nur nach Nachweis der Gläubigerstellung möglich.

Die rechtliche Konsolidierung der Alno AG ist damit weitgehend abgeschlossen. Die administrative Abwicklung des Insolvenzverfahrens setzt sich nun planmäßig fort. Der nächste Sachstandsbericht für die Gläubiger wird turnusgemäß im August 2026 erwartet, um über die finale Verwertung der verbliebenen Insolvenzmasse zu informieren.

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