ALNO mit positivem 1. Halbjahr, knackt die Aktie den Widerstand?

Der Name ALNO steht für die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Küchenmöbeln. Der Erfolg des Unternehmens wurde dabei im 2. Quartal dieses Geschäftsjahres erfolgreich fortgesetzt. Sowohl Umsatz als auch operativer Gewinn wurden gesteigert.

© ALNO AG
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ALNO mit sehr guter Ergebnisverbesserung

Nach den vorläufigen Zahlen erreichte ALNO im 2. Quartal eine Steigerung des Umsatzes von 3,5% gegenüber dem Vorjahresquartal auf 149,3 Mio. Euro. Das EBITDA ohne Sondereffekte kletterte von zuvor -8,2 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro. Die Rohertragsquote stieg um 4,8 Prozentpunkte auf 45,3%. Damit setzten alle drei Kennzahlen die Entwicklung des Auftaktquartals fort.

Bezogen auf das 1. Halbjahr wuchs der Umsatz der ALNO AG ohne AFP um 5,4% auf 208,3 Mio. Euro. Das operative Ergebnis betrug nach -11 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum nun -0,4 Mio. Euro.

Einzig die AFP Küchen AG konnte ihren Umsatz im 1. Halbjahr nicht halten. Das traditionell saisonal bedingte schwache Geschäft erzielte nach 69,1 Mio. Euro jetzt Umsätze in Höhe von 65,4 Mio. Euro. Dennoch wurde das EBITDA von AFP von zuvor -3,1 Mio. Euro auf -1,5 Mio. Euro gesteigert. Zugleich verfügt AFP über einen hohen Auftragsbestand für die 2. Jahreshälfte.

Aufgrund der guten Ergebnisse erwartet der ALNO-Vorstand hinsichtlich Umsatz und operativem Ergebnis eine deutliche Verbesserung gegenüber dem 1. Halbjahr.

 

Konzept zeigt Wirkung

Damit ist ALNO im Rahmen seiner Neuausrichtung auf einem guten Weg hin zu mehr Profitabilität. Künftig will sich das Unternehmen international stärker ausrichten und auch die interne Struktur kam auf den Prüfstand.

Das bedeutet neben durchgesetzten Preiserhöhungen auch, dass zunehmend auf margenschwache Umsätze konsequent verzichtet wird. Dazu wurden im Bereich der Kundenstruktur und im Produktmix umfangreiche Verbesserungen durchgeführt und die Kosten in allen Bereichen gesenkt.

Zugleich liegt der Fokus von ALNO auf der weiteren Flexibilisierung der Produktion in Deutschland. Daneben will man das Marken- und Produktportfolio optimieren und die Zentralisierung von Verwaltungseinheiten vorantreiben.

 

Stellenabbau kein Tabu

Dabei wird es auch zum Abbau von Stellen kommen. Mit dem Betriebsrat wurde daher ein Rahmen-Interessenausgleich vereinbart. Insbesondere im administrativen Bereich und bei Leitungsfunktionen im Heimatmarkt sind diese Personalmaßnahmen geplant. Jedoch blieb auch das Ausland nicht gänzlich von der Stellenstreichung im 1. Halbjahr verschont. ALNO erhofft sich von diesen Maßnahmen für das kommende Jahr einen operativen Anstieg beim Ergebnis von etwa 7 Mio. Euro im EBITDA.

 

Wird der Widerstand durchbrochen?

Ende März konnte die Aktie ein neues Jahreshoch bei 0,93 Euro markieren. Hätte sich dieser Trend fortgesetzt, wäre man aus dem Bereich der Pennystocks herauskommen. Diese Hürde schafften die Papiere allerdings nicht.

In den Folgemonaten verzeichnete die Aktie daher einen anhaltenden Abwärtstrend. Dieser war geprägt von einer recht hohen Volatilität, was jedoch bei Aktien der Gattung Pennystocks durchaus nicht ungewöhnlich ist.

150728 Alno

Der Markt reagierte auf jeden Fall positiv auf das Zahlenwerk, sodass die Aktie heute bereits um mehr als 6% zulegen konnte. Der nächste Widerstand wäre hier bei 0,65 Euro anzusetzen und könnte heute unter Umständen noch überwunden werden.

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