Alnylam Aktie: HELIOS-B zeigt 22 Prozent Amyloid-Regression
Alnylam präsentiert positive Vutrisiran-Studienergebnisse, während institutionelle Anleger bei gesunkenem Kurs einsteigen. Analysten sehen trotz gesenkter Prognose Potenzial.

- Vutrisiran zeigt Amyloid-Regression bei Patienten
- Institutionelle Investoren bauen neue Positionen auf
- Umsatzprognose für 2026 gesenkt
- Analysten stufen Aktie als überverkauft ein
Das Biotechnologie-Unternehmen Alnylam Pharmaceuticals hat neue klinische Erkenntnisse zu seinem Medikament Vutrisiran (AMVUTTRA) vorgelegt. Gestern veröffentlichte Auswertungen der HELIOS-B-Phase-3-Studie zeigen, dass die Behandlung bei 22 Prozent der Patienten zu einer Amyloid-Regression führte.
Zudem verbesserte die Therapie die biventrikuläre Ejektionsfraktion im Vergleich zur Placebo-Gruppe. Diese Daten ergänzen Ergebnisse, die am Freitag im Rahmen einer wissenschaftlichen Konferenz präsentiert wurden und signifikante Fortschritte bei der diastolischen Herzfunktion nach einer Behandlungsdauer von 18 Monaten belegten.
Institutionelle Investoren nutzen Kursrücksetzer
Trotz der jüngsten klinischen Fortschritte blickt die Aktie auf eine volatile Phase zurück. Seit Jahresbeginn verzeichnet der Wert ein Minus von 42 Prozent und notiert derzeit bei 197,45 Euro. Damit liegt das Papier rund 54 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch, das im Oktober vergangenen Jahres bei 425,00 Euro erreicht wurde. In dieses schwache Marktumfeld hinein melden institutionelle Anleger nun neue Positionen.
Medienberichten zufolge gab SCS Capital Management LLC gestern bekannt, im zweiten Quartal eine neue Beteiligung in Höhe von 115.549 Aktien aufgebaut zu haben. Auch die Investmentfirma S&CO Inc. meldete den Einstieg mit einer Position von 7.400 Anteilscheinen. Demgegenüber steht die Handelsbanken Fonder AB, die ihre Beteiligung am vergangenen Mittwoch laut Pflichtmitteilungen um 21,4 Prozent reduzierte, jedoch weiterhin über 100.000 Aktien hält.
Analysten bewerten Prognosekorrektur als Kaufchance
Die Kursverluste der letzten Wochen waren maßgeblich durch eine Anpassung der Geschäftsziele ausgelöst worden. Alnylam hatte am 3. August die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2026 auf 4,7 bis 5,1 Milliarden Dollar gesenkt, nachdem zuvor eine Spanne von bis zu 5,3 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt worden war.
Diese Korrektur überschattete den Erfolg bei den Quartalszahlen, bei denen das Unternehmen einen bereinigten Gewinn von 1,84 Dollar je Aktie meldete und damit die Erwartungen von 1,60 Dollar übertraf.
Analysten bewerteten die Marktreaktion auf die Prognosesenkung jedoch als übertrieben. Raymond James hob die Einstufung für Alnylam am 3. August auf „Strong Buy“ mit einem Kursziel von 420,00 Dollar an. Die Experten verwiesen dabei auf den überverkauften Zustand der Aktie. Die Bank Barclays bestätigte am selben Tag ihre Einstufung als „Overweight“, reduzierte jedoch das Kursziel leicht von 527,00 auf 450,00 Dollar.
Während die Anwaltskanzlei Kessler Topaz Meltzer & Check, LLP gestern eine Untersuchung bezüglich möglicher Verstöße gegen das Wertpapierhandelsrecht einleitete, bereitet sich das Management auf die weitere Marktansprache vor. Ab dem 31. August wird das Unternehmen eine mehrtägige Roadshow in Asien durchführen, um die strategische Ausrichtung und die klinischen Perspektiven vor Investoren zu erläutern.
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