Alphabet Aktie: Berkshire steigt mit 10 Milliarden ein

Warren Buffett investiert Milliarden in Alphabet. Der Konzern sichert sich zudem Energie für KI-Rechenzentren durch Beteiligung an Kernfusion.

Die Kernpunkte:
  • Berkshire investiert zehn Milliarden Dollar
  • Beteiligung an Fusions-Startup Proxima Fusion
  • Cloud-Umsatz steigt um 63 Prozent
  • Kartellstrafe von 4,1 Milliarden Euro bestätigt

Alphabet rüstet sich konsequent für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz. Der Technologiekonzern sichert sich mit dem Einstieg bei einem Fusions-Startup künftige Energiequellen und sammelt parallel dazu massiv frisches Kapital ein. Dass Warren Buffetts Berkshire Hathaway mit Milliardenbeträgen einsteigt, unterstreicht die Ambitionen der Google-Mutter.

Wette auf die Kernfusion

Alphabet beteiligt sich an einer Finanzierungsrunde über 411 Millionen Euro für das Münchner Startup Proxima Fusion. Die Bewertung des jungen Unternehmens klettert damit auf 2,4 Milliarden Euro. Ziel ist der Betrieb eines ersten kommerziellen Fusionskraftwerks bis zum Jahr 2030.

Die Sicherung stabiler Energiequellen gilt als entscheidender Faktor für den Betrieb riesiger Rechenzentren. Neben Alphabet beteiligten sich weitere Schwergewichte wie der Energiekonzern RWE an der Kapitalspritze. Das Startup entwickelt derzeit in der Nähe von München einen Demonstrator für saubere Energie.

Milliarden-Spritze von Berkshire Hathaway

Das Unternehmen weitete parallel dazu seine laufende Kapitalerhöhung auf rund 85 Milliarden Dollar aus. Dieses Kapital fließt direkt in den Ausbau der globalen Recheninfrastruktur. Ein bedeutender Teil dieser Finanzierung stammt direkt von Berkshire Hathaway.

Die von Greg Abel geführte Holding investierte insgesamt 10 Milliarden Dollar in Alphabet. Dabei entfielen jeweils 5 Milliarden Dollar auf Aktien der Klasse A und der Klasse C. Der Einstieg erfolgte zu Kursen zwischen 348 und 352 Dollar je Anteilsschein.

Cloud-Wachstum trotzt Kartellstrafe

Das operative Geschäft stützt die teuren Expansionspläne. Die Sparte Google Cloud verzeichnete im ersten Quartal 2026 ein Umsatzwachstum von 63 Prozent. Der Auftragsbestand schwoll derweil auf einen Rekordwert von 462 Milliarden Dollar an.

Indes wurde ein langjähriger Rechtsstreit in Europa endgültig beigelegt. Der Europäische Gerichtshof bestätigte eine Kartellstrafe in Höhe von 4,1 Milliarden Euro gegen den Konzern. Marktbeobachter gehen davon aus, dass Alphabet diese Summe dank der hohen Cash-Reserven ohne Probleme stemmen kann.

Aktionäre profitieren zusätzlich von einer angehobenen Dividende. Die Quartalsausschüttung stieg zuletzt um fünf Prozent auf 0,22 Dollar je Aktie. Trotz der massiven Infrastrukturausgaben von über 35 Milliarden Dollar pro Quartal bleibt der operative Cashflow stabil.

Die Alphabet-Aktie reagierte am Dienstag positiv und stieg um 0,83 Prozent auf 323,00 Euro. Mit einem Jahresplus von rund 20 Prozent gehört das Papier weiterhin zu den Treibern im Technologiesektor. Ende Juli veröffentlicht das Management die detaillierten Ergebnisse für das zweite Quartal.

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