Alphabet Aktie: Cloud treibt Wachstum

Alphabets Cloud-Geschäft steigert seine operative Marge deutlich und treibt die Aktie an. Analysten heben Kursziele vor dem Quartalsbericht an.

Die Kernpunkte:
  • Cloud-Marge steigt auf über 23 Prozent
  • Analysten erhöhen Kursziele vor Quartalszahlen
  • KI-Dienste treiben Profitabilität im Cloud-Bereich
  • Vertraglicher Backlog beläuft sich auf 155 Milliarden Dollar

Nach kurzzeitigen Turbulenzen zu Wochenbeginn meldet sich die Alphabet-Aktie eindrucksvoll zurück. Während geopolitische Spannungen den Gesamtmarkt kurzzeitig belasteten, rückt nun wieder das operative Geschäft in den Fokus der Anleger. Besonders die Cloud-Sparte entwickelt sich dabei zunehmend vom bloßen Infrastruktur-Anbieter zum hochprofitablen Wachstumsmotor – pünktlich vor den anstehenden Quartalszahlen.

Erholung nach geopolitischem Störfeuer

Am Dienstag sorgten Sorgen um Grönland noch für einen breiten Ausverkauf an der Wall Street, der auch die Google-Mutter rund 2,5 Prozent ins Minus drückte. Doch am Donnerstag dominiert wieder Zuversicht: Die Aktie notiert fester und macht Boden gut. Investoren lassen die politischen Risiken vorerst hinter sich und konzentrieren sich auf die anhaltende KI-Dynamik, die dem Konzern mit einer Marktkapitalisierung von knapp 4 Billionen US-Dollar neuen Auftrieb verleiht.

Die langfristige Entwicklung stützt diesen Optimismus: Auf Sicht von 12 Monaten liegt das Papier mit über 69 Prozent im Plus und bewegt sich trotz des jüngsten Rücksetzers in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch.

Cloud-Sparte als neuer Gewinnbringer

Der eigentliche Kurstreiber liegt jedoch tiefer in der Bilanz. Die Cloud-Sparte hat eine bemerkenswerte Transformation vollzogen. Die operative Marge sprang von 9,4 Prozent im ersten Quartal 2024 auf zuletzt 23,7 Prozent. Mit einer jährlichen Umsatzrate von inzwischen über 60 Milliarden US-Dollar ist dieser Bereich längst mehr als ein Nebenschauplatz.

Verantwortlich für diesen Profitabilitätsschub ist vor allem die Integration spezialisierter KI-Dienste. Anstatt nur Speicherplatz zu verkaufen, monetarisiert Alphabet zunehmend seine KI-Plattformen.

Wichtige Treiber der Entwicklung:

  • Enorme Skalierung: Das Volumen verarbeiteter Daten ist explodiert – CEO Sundar Pichai bestätigte, dass monatlich über 1,3 Billiarden Token verarbeitet werden, was einer Verzwanzigfachung innerhalb eines Jahres entspricht.
  • Hardware-Vorteil: Durch den Einsatz eigener Chips (TPU v6 Ironwood) kann Alphabet KI-Berechnungen kosteneffizienter anbieten als viele Wettbewerber.
  • Volle Auftragsbücher: Der Konzern meldet vertraglich zugesicherte künftige Einnahmen (Backlog) in Höhe von 155 Milliarden US-Dollar.

Analysten heben Kursziele an

Die Wall Street lässt sich von kurzfristigen Marktschwankungen kaum beeindrucken. Im Vorfeld des kommenden Quartalsberichts haben mehrere Großbanken ihre Erwartungen nach oben geschraubt. Goldman Sachs sieht den fairen Wert der Aktie nun bei 375 US-Dollar, während die Deutsche Bank ihr “Buy”-Rating mit einem Ziel von 370 US-Dollar bekräftigte. Auch TD Cowen und UBS zeigten sich zuletzt optimistischer. Diese Anpassungen signalisieren, dass die Experten das Ende der Fahnenstange bei der Bewertung noch nicht erreicht sehen.

Blick auf die Quartalszahlen

Nun richten sich alle Blicke auf den 4. Februar 2026. Dann wird Alphabet seine Bücher für das vierte Quartal öffnen und zeigen müssen, ob die massiven Investitionen in die KI-Infrastruktur weiterhin so hohe Renditen abwerfen. Angesichts der erfolgreichen Einführung des Gemini-Modells und der stark gestiegenen Margen im Cloud-Geschäft ist die Erwartungshaltung am Markt hoch.

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