Alphabet Aktie: Google greift nach den Sternen

Der Suncatcher-Prototyp sammelt Weltraumdaten, während Fitbit Edge Googles Gesundheitsgeschäft um ein kostenpflichtiges Softwareangebot ergänzt.

Die Kernpunkte:
  • Suncatcher-Satellit erreicht die Erdumlaufbahn
  • Google prüft Tensor-Chips unter Weltraumbedingungen
  • Fitbit Edge kostet 179,99 Dollar
  • Health Premium kostet danach zehn Dollar monatlich

Google schickt Rechenhardware ins All. Der Konzern hat den Prototyp-Satelliten seines Projekts Suncatcher an Bord einer SpaceX-Rakete in die Umlaufbahn gebracht. Der Kontakt steht, die Technik arbeitet nach Unternehmensangaben wie geplant.

Rechenzentren im Orbit als Forschungsprojekt

Gebaut wurde der Satellit gemeinsam mit Planet. Das Ziel: herausfinden, ob sich im Weltraum skalierbare Infrastruktur für maschinelles Lernen betreiben lässt. In den kommenden Wochen sammelt Google Daten dazu, wie die hauseigenen Tensor Processing Units mit Strahlung, extremen Temperaturen und den Belastungen des Raumflugs umgehen. Manche Tests lassen sich laut Unternehmen nur im All durchführen.

Google spricht von einem langfristigen „Moonshot“. Die Ergebnisse sollen in die Entwürfe möglicher Folgegenerationen einfließen. Weitere Informationen kündigt der Konzern im Verlauf der Mission an. Für die Bilanz ist das Projekt vorerst ohne Belang, strategisch zeigt es jedoch, wo Alphabet nach Energie- und Platzlösungen für den wachsenden KI-Bedarf sucht.

Fitbit Edge erweitert das Gesundheitsgeschäft

Ein deutlich greifbareres Produkt kam am Montag auf den Markt. Der Fitness-Tracker Fitbit Edge kostet 179,99 Dollar und soll die Lücke zwischen dem bildschirmlosen Fitbit Air und der Pixel Watch 5 schließen. Er ersetzt den Charge 6 und bietet ein größeres Display, GPS, EKG-Funktion und bis zu sieben Tage Akkulaufzeit. Vorbestellungen laufen, im Handel ist er ab dem 27. Oktober.

Das eigentliche Geschäft liegt in der Software. Käufer erhalten drei Monate kostenlosen Zugang zu Google Health Premium, das KI-Coaching und Trendanalysen etwa zu Blutdruck und Insulinresistenz bietet.

Danach fallen zehn Dollar im Monat an. Hinzu kommen Datenpartnerschaften mit Anbietern wie Abbott, Flo Health, MyFitnessPal und Function Health. Marktbeobachter sehen darin den Versuch, Hardware als Einstieg in wiederkehrende Abo-Erlöse zu nutzen, im direkten Wettbewerb mit Apple.

Technisch auf der Stelle

Die Aktie selbst bewegte sich zuletzt seitwärts. Die Klasse-A-Papiere schlossen am Montag bei 352,74 Dollar, ein Plus von gut 0,3 Prozent. Charttechnisch verharrt die Klasse-C-Aktie nahe 349 Dollar auf der 200-Tage-Linie.

Die Unterstützung liegt laut Chartanalyse bei 342 bis 344 Dollar, der Widerstand bei 352 bis 354 Dollar. Ein Schlusskurs über 354 Dollar würde das Bild aufhellen, ein Bruch unter 342 Dollar dagegen weiteren Verkaufsdruck auslösen.

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