Alphabet Aktie: Google sichert sich Kernkraft von Constellation
Google sichert sich über zwei Verträge nukleare Kapazitäten von insgesamt 3.590 MW; Constellation nennt Investitionen von mehr als 4,3 Milliarden Dollar.

- 20-jähriger Vertrag über 890 MW
- Zusätzliche 2.700 MW für 15 Jahre
- Constellation plant über 4,3 Milliarden Dollar
- Alphabet legt Quartalszahlen am 28. Oktober vor
Alphabet sichert sich langfristig gewaltige Strommengen für seine wachsende Rechenzentrumsinfrastruktur. Die Konzerntochter Google schloss mit dem US-Energieversorger Constellation Energy eine weitreichende Partnerschaft zur Nutzung von Kernkraft. Die Vereinbarung zielt darauf ab, den enormen Energiebedarf moderner KI-Systeme verlässlich und emissionsfrei abzudecken.
Milliardeninvestitionen in das Übertragungsnetz
Kernstück der Kooperation ist ein Stromabnahmevertrag mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Google sichert sich darüber 890 MW an nuklearer Erzeugungskapazität, die in das Übertragungsnetz der PJM-Region eingespeist werden sollen. Nach Angaben von Constellation Energy erfordert dieses Vorhaben Neuinvestitionen von mehr als $4,3 Milliarden.
Parallel dazu vereinbarten beide Unternehmen einen weiteren Liefervertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren, der ein Volumen von zusätzlichen 2.700 MW abdeckt. Ergänzend dazu weiteten beide Seiten ihre bestehende Technologieallianz aus.
Für Technologiekonzerne wird der direkte Zugriff auf grundlastfähige Stromquellen zunehmend zu einem entscheidenden Standortfaktor, da der Betrieb großer Rechenzentren kontinuierliche Versorgung rund um die Uhr verlangt.
Ausblick auf das dritte Quartal
Investoren richten den Blick unterdessen bereits auf die kommenden Geschäftszahlen. Alphabet hat angekündigt, die Ergebnisse für das dritte Quartal 2026 am 28. Oktober vorzulegen und im Rahmen einer Telefonkonferenz zu erläutern. Am Markt wird aufmerksam verfolgt, in welchem Umfang sich die hohen Investitionsausgaben in Serverinfrastruktur und Rechenleistung bereits im Cloud-Wachstum niederschlagen.
An der Wall Street bleibt die Zuversicht ungebrochen. Analystin Laura Martin vom Analysehaus Needham bestätigte am Donnerstag ihre Kaufempfehlung für die Aktie mit einem Kursziel von $450.
Am gestrigen Freitag schloss das Papier mit einem Zuwachs von 1,1 Prozent bei 313,95 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich das Kursplus damit auf 18 Prozent. Gegenüber dem im Mai verzeichneten 52-Wochen-Hoch von 350,75 Euro notiert der Titel aktuell rund 10 Prozent tiefer.
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