Alphabet Aktie: Interessante Marktaspekte
Alphabet übertrifft Erwartungen bei Umsatz und Gewinn, doch die Ankündigung massiver KI-Investitionen von 185 Mrd. Dollar für 2026 belastet die Aktie.

- Starke Quartalszahlen übertreffen Analystenerwartungen
- Massive Investitionsankündigung von 185 Mrd. Dollar für 2026
- Aktienkurs reagiert mit deutlichen Verlusten
- Analysten bleiben trotz hoher Kosten optimistisch
Die Google-Mutter Alphabet hat gestern Abend eigentlich starke Quartalszahlen vorgelegt – doch die Aktie rutschte zeitweise um bis zu acht Prozent ab. Der Grund: Der Konzern kündigte Investitionen von bis zu 185 Milliarden Dollar für 2026 an. Das ist mehr als eine Verdopplung gegenüber den gut 91 Milliarden Dollar aus 2025. Die Reaktion der Anleger zeigt: Selbst glänzende Geschäftszahlen zählen nicht, wenn die Kosten explodieren.
Zum Handelsende konnte sich die Aktie etwas fangen und begrenzte die Verluste auf rund drei Prozent. Dennoch: Nur zwei Tage zuvor hatte das Papier noch bei 349 Dollar ein Rekordhoch markiert – dem höchsten Stand seit dem Aktiensplit 2022.
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Starkes Quartal wird ignoriert
Dabei hätte der Quartalsbericht durchaus Grund zur Freude gegeben. Alphabet übertraf die Erwartungen deutlich: Der Gewinn je Aktie lag bei 2,82 Dollar, während Analysten nur 2,63 Dollar erwartet hatten. Der Umsatz kletterte auf 113,83 Milliarden Dollar – auch hier lagen die Prognosen mit 111,32 Milliarden Dollar darunter.
Für das Gesamtjahr 2025 erwirtschaftete der Konzern einen Gewinn von 10,81 Dollar je Aktie bei Erlösen von 402,84 Milliarden Dollar. Besonders stark entwickelte sich das Werbegeschäft mit einem Plus von 13,5 Prozent auf 82,3 Milliarden Dollar im vierten Quartal. Unter dem Strich stand ein Konzerngewinn von fast 34,5 Milliarden Dollar – knapp 30 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
KI-Wettlauf verschlingt Milliarden
Doch all diese Zahlen traten in den Hintergrund angesichts der angekündigten Ausgaben. Google will im Wettlauf um die KI-Vorherrschaft massiv aufrüsten – vor allem mit Rechenzentren. Damit stellt der Konzern sogar Meta in den Schatten, das für 2026 Investitionen von 115 bis 135 Milliarden Dollar plant.
CEO Sundar Pichai machte in der Analystenkonferenz deutlich, was ihn nachts wachhält: Computer-Kapazität. Engpässe bei Energie, verfügbaren Flächen und vor allem bei Speicherchips für KI-Rechenzentren treiben die Preise in die Höhe und verschlingen einen großen Teil der weltweiten Produktionskapazitäten.
Die Gemini-App kommt mittlerweile auf 750 Millionen Nutzer im Monat. Zudem hat sich Apple für Googles KI-Modelle als Basis für die neue Siri-Version und als bevorzugten Cloud-Anbieter entschieden – ein wichtiger strategischer Erfolg.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der Kursreaktion halten viele Experten an ihrer positiven Einschätzung fest. Brad Erickson von RBC sieht einzig die massive Investitionserhöhung als Bremse nach dem „erstklassigen Quartalsbericht“. Er hob sein Kursziel auf 400 Dollar an, warnte aber vor sinkenden freien Barmitteln.
Ross Sandler von Barclays konstatierte: „Die KI-Story läuft auf Hochtouren“, räumte aber ein, dass dies seinen Preis in explodierenden Kosten habe. Ronald Josey von Citigroup argumentiert anders: Angesichts klarer Signale für die KI-Nachfrage sollte Google in Produkte investieren und Kapazitätsengpässe angehen. Er erhöhte sein Kursziel von 350 auf 390 Dollar.
Die Märkte müssen sich nun damit abfinden, Alphabet wieder stärker über das Kurs-Gewinn-Verhältnis zu bewerten – der freie Mittelzufluss dürfte 2026 gegen null tendieren. Damit stellt sich die entscheidende Frage: Wann zahlen sich diese Milliarden-Wetten auf die KI-Zukunft aus?
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