Alphabet Aktie: Positiv überraschend!

Alphabet reagiert auf den Rückzug von OpenAI Sora mit drastischen Preissenkungen für seinen KI-Videogenerator Veo. Gleichzeitig steigen die Investitionen in Rechenzentren, während institutionelle Investoren den wachsenden CO₂-Fußabdruck kritisieren.

Die Kernpunkte:
  • Veo-KI-Videoplattform wird deutlich günstiger
  • Milliardeninvestitionen für Rechenzentren geplant
  • Investoren fordern mehr Transparenz zu Emissionen
  • Aktie notiert oberhalb des 200-Tage-Durchschnitts

Alphabet dreht an der Preisschraube: Mit einer deutlichen Kostensenkung für seine KI-Videoplattform Veo will der Konzern Marktanteile im wachsenden Segment der generativen Videoerstellung sichern. Der Schritt kommt zu einem strategisch günstigen Moment — kurz nachdem Konkurrent OpenAI sein Sora-Projekt eingestellt hat.

Veo wird deutlich günstiger

Ab dem 7. April 2026 gelten neue Preise für Alphabets KI-Videogenerator. Die Lite-Version von Veo 3.1 kostet künftig 50 % weniger als die bisherige „Fast“-Variante, die Fast-Version selbst wird um rund ein Drittel günstiger. Die Aktie reagierte am Montag mit einem moderaten Plus von 0,51 %.

Der Preisrückgang dürfte kein Zufall sein. Dass OpenAI zeitgleich Sora aufgibt, verschafft Alphabet Spielraum, Entwickler und Unternehmenskunden mit attraktiveren Konditionen an die eigene Plattform zu binden.

Milliarden für Rechenzentren

Um das KI-Wachstum zu untermauern, plant Alphabet für das Geschäftsjahr 2026 Investitionsausgaben zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar — überwiegend für den Ausbau von Rechenzentren. Grundlage für diese Ausgabenbereitschaft liefert Google Cloud: Im vierten Quartal wuchs die Sparte um 48 % im Jahresvergleich.

Die Marktkapitalisierung ist zuletzt von rund 4,2 Billionen auf etwa 3,5 Billionen Dollar gesunken. Das Forward-KGV von 25 gilt bei institutionellen Investoren dennoch weiterhin als attraktiv.

Emissionen als wachsendes Risiko

Während die Produktnachrichten positiv aufgenommen werden, wächst der Druck von einer anderen Seite. Trillium Asset Management, ein institutioneller Investor mit über vier Milliarden Dollar verwaltetem Vermögen, hat eine formelle Resolution eingereicht und mehr Transparenz beim CO₂-Fußabdruck gefordert.

Der Hintergrund: Alphabets Emissionen sind um 51 % gestiegen — das genaue Gegenteil des selbst gesteckten Ziels, die Emissionen bis 2030 um 50 % zu senken. Nordamerikanische Rechenzentren verbrauchten 2025 nach Angaben der Investoren knapp eine Billion Liter Wasser. Um den Energiehunger der Infrastruktur zu decken, investierte Google zuletzt bis zu 684 Millionen Dollar in ein Gaskraftwerk in Illinois mit Carbon-Capture-Technologie.

Technische Lage bleibt gemischt

Die Aktie notiert aktuell bei 297,28 Dollar — oberhalb des 200-Tage-Durchschnitts von 264,99 Dollar, aber noch unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 310,42 Dollar. Das Bild ist damit uneinheitlich: Die mittelfristige Aufwärtsstruktur ist intakt, kurzfristig fehlt noch der Schwung für eine Rückkehr über die 310-Dollar-Marke.

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