Alphabet Aktie: Unveränderte Marktsituation
Alphabets Robotaxi-Tochter Waymo steht unter behördlicher Beobachtung nach mehreren Sicherheitsvorfällen, während das Kerngeschäft mit Rekordumsätzen und massiven KI-Investitionen glänzt.

- Zwei US-Behörden untersuchen Waymo-Vorfälle
- Software-Rückruf für 3.000 autonome Fahrzeuge
- Alphabet verzeichnet starkes Cloud-Wachstum
- KI-Investitionen belasten voraussichtlich Margen
Die Erfolgsgeschichte von Alphabets Robotaxi-Sparte Waymo bekommt Kratzer. Während das Mutterunternehmen mit Rekordgewinnen und massiven KI-Investitionen glänzt, häufen sich bei der autonomen Fahrzeug-Einheit die Sicherheitsvorfälle – und damit auch die behördlichen Untersuchungen. Zwei US-Bundesbehörden ermitteln gleichzeitig.
Schulbusse überholt, Behörden alarmiert
Die National Transportation Safety Board (NTSB) veröffentlichte diese Woche einen vorläufigen Bericht zu mehreren Vorfällen in Austin, Texas. Das Ergebnis: Ein Waymo-Fahrzeug vom Typ Jaguar I-Pace überfuhr die ausgefahrene Stopptafel eines Schulbusses, während Kinder einstiegen. Das autonome System erkannte zwar die Situation und kontaktierte einen menschlichen Operator – dieser gab jedoch fälschlicherweise Entwarnung. Das Waymo-Fahrzeug fuhr weiter, fünf weitere Autos folgten seinem Beispiel.
Insgesamt passierte die Robotaxi-Flotte seit Schuljahresbeginn mindestens 19 Mal illegal haltende Schulbusse. Waymo reagierte im Dezember mit einem freiwilligen Software-Rückruf für 3.000 Fahrzeuge. Ein zweiter Vorfall vom 14. Januar betraf einen Schulbus für Kinder mit besonderen Bedürfnissen.
Parallel ermitteln sowohl NTSB als auch NHTSA zu einem Unfall vom 23. Januar in Santa Monica, Kalifornien, bei dem ein Waymo-Fahrzeug ein neunjähriges Mädchen in einer Schulzone erfasste. Laut Waymo erkannte das System das Kind sofort und bremste von 27 km/h auf unter 10 km/h ab – der Kontakt war dennoch unvermeidbar.
Expansion trifft auf Kontrolle
Die Untersuchungen kommen zu einem heiklen Zeitpunkt. Waymo expandiert derzeit aggressiv und betreibt Robotaxi-Dienste in sechs US-Metropolen, darunter Miami, Atlanta, Los Angeles und San Francisco. Im Februar 2026 sicherte sich die Alphabet-Tochter eine Finanzierungsrunde über 16 Milliarden Dollar – fast vollständig vom Mutterkonzern gestemmt. Das unterstreicht die strategische Bedeutung von Waymo für Alphabets „Other Bets“-Portfolio.
Doch die regulatorische Gegenwind könnte teuer werden. Zwar wurden bislang weder Strafen verhängt noch Anklagen erhoben, die NTSB betont jedoch, dass die Ermittlungen noch laufen.
Kerngeschäft läuft rund
Abseits der Waymo-Probleme präsentiert sich Alphabet in Bestform. Das vierte Quartal 2025 brachte Einnahmen von 113,83 Milliarden Dollar – ein Plus von 18 Prozent. Für das Gesamtjahr 2025 meldete der Konzern 403 Milliarden Dollar Umsatz. Google Cloud lieferte mit einem Umsatzsprung von 48 Prozent auf 17,7 Milliarden Dollar die stärkste Performance ab. Das Betriebsergebnis der Cloud-Sparte erreichte 5,3 Milliarden Dollar.
Besonders bemerkenswert: Der Cloud-Auftragsbestand kletterte um 55 Prozent auf 240 Milliarden Dollar. Die hauseigenen Tensor Processing Units (TPUs) der siebten Generation werden mittlerweile von Meta, Anthropic und Apple genutzt.
KI-Ausgaben sorgen für Diskussionen
Für 2026 plant Alphabet Investitionen zwischen 175 und 185 Milliarden Dollar – fast das Doppelte der 91 Milliarden aus 2025. CFO Anat Ashkenazi warnte, dass höhere Abschreibungen und Rechenzentrumsbetriebskosten die Margen belasten könnten. Zugleich nutzen KI-fokussierte Cloud-Kunden bereits 1,8-mal mehr Produkte als herkömmliche Kunden – ein Hinweis auf nachhaltigeres Wachstum.
Alphabet zahlt am 16. März eine Quartalsdividende von 0,21 Dollar je Aktie an Aktionäre, die zum 9. März im Register stehen. Die nächsten Quartalszahlen folgen am 28. April 2026.
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