Alphabet Aktie: Waymo erobert Kanada

Element Mobility soll Waymos Fahrzeuge in Toronto betreuen; zugleich nutzt Google ab Oktober 2026 zusätzliche Rechenkapazität von SpaceX.

Die Kernpunkte:
  • Toronto-Start von Waymo für 2028 geplant
  • Element Mobility übernimmt lokale Fahrzeugbetreuung
  • Google mietet rund 110.000 Nvidia-GPUs
  • Willow senkt Fehlerquote um das 40-Fache

Alphabets Robotaxi-Tochter Waymo wagt den ersten Schritt über die US-Grenze. Der Dienst soll 2028 in Toronto starten, und für den Betrieb vor Ort holt sich Waymo einen erfahrenen Partner: den kanadischen Flottenmanager Element Fleet Management.

Toronto als Sprungbrett

Element übernimmt über seine Sparte Element Mobility die Abläufe vor Ort. Das Unternehmen sorgt dafür, dass die Fahrzeuge geladen, gewartet, gereinigt und einsatzbereit sind. Hinzu kommen Energiemanagement und die Koordination der Anlagen und Infrastruktur.

Die Zusammenarbeit baut auf einer Vereinbarung vom Juni auf, in der Element bereits Waymos Betrieb in San Diego unterstützt. Waymo-Co-CEO Tekedra Mawakana nannte Toronto einen wichtigen Meilenstein der Expansion. Nach Unternehmensangaben soll das Projekt über die Zeit Hunderte Stellen schaffen, etwa in Wartung, Kundenservice und bei Validierungsfahrten.

Der Dienst fährt bislang in mehr als 15 US-Städten und hat nach eigenen Angaben zig Millionen vollautonome Fahrten absolviert. Die Aktie notierte vorbörslich bei 346,00 Dollar, ein Plus von rund 0,3 Prozent. Die Nachricht allein bewegt den Kurs also kaum.

Rechenleistung und Quantenchip

Schwerer wiegt für viele Beobachter ein anderer Posten. Google mietet laut Berichten ab Oktober 2026 Rechenkapazität bei SpaceX: rund 110.000 Nvidia-GPUs plus CPUs, Speicher und weitere Infrastruktur. Der Vertrag läuft bis Juni 2029 und kommt auf ein potenzielles Volumen von etwa 30 Milliarden Dollar.

Das Ganze wirkt wie eine Überbrückung. Alphabet baut eigene Kapazitäten samt TPUs aus, doch die Nachfrage nach Gemini Enterprise und agentischen Anwendungen wächst offenbar schneller. Pikant ist die Verbindung zum Vertragspartner: Alphabet investierte bereits 2015 rund 900 Millionen Dollar in SpaceX und profitiert als Aktionär mit.

Forscherseitig meldet Google ebenfalls Fortschritte. Auf dem Willow-Chip senkte das Team die Fehlerquote bei einem zentralen Rechenverfahren um das 40-Fache. Die Methode heißt „Magic State Cultivation“ und erreichte eine Genauigkeit von 99,99 Prozent. Allerdings bestanden nur acht Prozent der Versuche alle Qualitätsprüfungen.

Eine akute Gefahr für Bitcoin leitet sich daraus nicht ab. Willow hat bei Weitem nicht genug Qubits, um heutige Verschlüsselung zu knacken. Als Nächstes will Google das Verfahren auf größere Systeme übertragen und die Hardwarefehler weiter senken.

Der Zeitplan für Toronto steht damit: Waymo peilt den Start für 2028 an, die SpaceX-Kapazitäten laufen dagegen bereits ab diesem Monat.

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