Alphabet Aktie: Waymo ruft 3.900 Fahrzeuge zurück
Alphabet verliert zwei KI-Top-Forscher an Konkurrenten und ruft Tausende Waymo-Robotaxis zurück. Milliarden fließen in die KI-Infrastruktur.

- Nobelpreisträger verlässt DeepMind
- Gemini-Co-Lead wechselt zu OpenAI
- Waymo-Rückruf wegen Baustellen-Problemen
- 85 Milliarden Dollar für KI-Rechenzentren
Alphabet erlebt eine ungewöhnliche Dynamik. Ausgerechnet die Kronjuwelen des Konzerns – die KI-Sparte und die Robotaxi-Tochter Waymo – sorgen derzeit für Schlagzeilen. Gleich zwei Top-Forscher haben DeepMind und das Gemini-Team verlassen. Und Waymo musste erneut Tausende Robotaxis in die Werkstätten rufen.
Das große Ganze: Alphabet investiert Milliarden in seine KI-Zukunft. Ob die Abgänge langfristig schaden, bleibt abzuwarten.
KI-Kopfschmerz: Zwei Nobelpreisträger weg
Es sind Personalien, die im Silicon Valley Wellen schlagen. John Jumper, für seine Arbeit an AlphaFold mit dem Nobelpreis ausgezeichnet, verlässt DeepMind nach fast neun Jahren. Sein neuer Arbeitgeber: das KI-Startup Anthropic, Rivale von OpenAIs ChatGPT. Parallel dazu wechselt Noam Shazeer, Co-Lead von Alphabets Gemini-Modell, direkt zu OpenAI.
Passiert am selben Freitag. Beide Verluste wiegen schwer. Sie zeigen: Der Kampf um KI-Talente ist erbittert – selbst ein Konzern wie Alphabet ist nicht immun gegen Abwerbungen.
Die Analystenwelt bleibt trotzdem gelassen. Von 38 bewertenden Instituten raten 34 zum Kauf, der Durchschnittskursziel liegt bei umgerechnet rund 377 Euro je Aktie.
Waymos zweite Panne in sechs Wochen
Die Robotaxi-Tochter kommt nicht zur Ruhe. Waymo leitet einen freiwilligen Software-Rückruf für knapp 3.900 Fahrzeuge ein. Auslöser: Die Autos erkennen geschlossene Baustellen auf Autobahnen nicht richtig. In 13 dokumentierten Fällen im April und Mai, in Phoenix und der San Francisco Bay Area, fuhren die Taxis „mit Geschwindigkeit“ in gesperrte Zonen.
Waymo reagiert mit einem Update und pausiert vorerst den Autobahnbetrieb in San Francisco, Los Angeles, Phoenix und Miami. Es ist bereits der zweite Rückruf innerhalb weniger Wochen – im Mai ging es um Probleme mit überfluteten Straßen.
85 Milliarden für die KI-Infrastruktur
Alphabet denkt langfristig. Der Konzern sammelte kürzlich 84,75 Milliarden Dollar frisches Eigenkapital ein – inklusive einer zehn Milliarden schweren Beteiligung von Warren Buffetts Berkshire Hathaway. Das Geld fließt in KI-Rechenzentren.
Geplant sind Ausgaben von 180 bis 190 Milliarden Dollar für 2026, Tendenz 2027 steigend. Parallel dazu investiert der Konzern gemeinsam mit dem Energieversorger Salt River Project in ein neuartiges Kohlendioxid-Batteriespeicher-Projekt in Arizona. Der Start ist für 2029 geplant – ein Zeichen, dass Alphabet den wachsenden Energiebedarf seiner Datenzentren ernst nimmt.
Kurs und Ausblick
Die Aktie schloss am Freitag bei 319,55 Euro. Das sind knapp neun Prozent unter dem Rekordhoch von 350,75 Euro. Auf Jahressicht liegt das Papier mit plus 113 Prozent aber immer noch fulminant im Plus – einer der besten Werte im gesamten Tech-Sektor.
Kurz gesagt: Alphabet steckt mitten im Spagat. Milliardeninvestitionen in die Zukunft stehen neben prominenten Abgängen und operativen Kinderkrankheiten bei Waymo. Die kommende Woche wird zeigen, ob der Markt die Baustellen ignoriert oder neu bewertet.
Alphabet-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Alphabet-Analyse vom 21. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Alphabet-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Alphabet-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Alphabet: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




