Alphabet Aktie: Yelp überspringt Monopol-Beweisaufnahme
Alphabet erleidet juristische Niederlage im Suchmaschinen-Streit und verschiebt Gemini 3.5 Pro auf Juli.

- Richterin bestätigt Monopolstatus
- Yelp profitiert von Urteil
- Gemini 3.5 Pro Start verschoben
- Aktie trotzt negativen Nachrichten
Alphabet steht Anfang Juli unter Druck. Der Tech-Konzern kassiert eine herbe Niederlage im US-Suchmaschinenstreit. Zeitgleich verschiebt das Unternehmen den Start seines neuen KI-Modells. Die Aktie zeigt sich davon bisher unbeeindruckt.
Yelp profitiert von US-Urteil
US-Richterin Susan van Keulen hat eine weitreichende Entscheidung getroffen. Alphabet darf seine Marktmacht im allgemeinen Suchmarkt nicht länger juristisch bestreiten.
Das trifft den Konzern in der Klage der Bewertungsplattform Yelp schwer. Die Plattform überspringt damit die aufwendige Beweisaufnahme zur Monopolfrage.
Die Basis liefert ein historisches Urteil des Richters Amit Mehta aus dem Jahr 2024. Er stufte Alphabet offiziell als Monopolisten ein.
Die Folge: Kommt es zum Prozess, gilt das Monopol als erwiesene Tatsache. Die Geschworenen prüfen dann nur noch angebliche Schäden und wettbewerbswidriges Verhalten.
Engpass bei der künstlichen Intelligenz
Auch im Produktgeschäft hakt es. Alphabet verschiebt die Veröffentlichung seines KI-Modells Gemini 3.5 Pro.
Ursprünglich für Juni geplant, rutscht der Start nun in den späten Juli. Entwickler müssen das System für mehrstufige Arbeitsabläufe weiter anpassen.
Der Konzern kämpft parallel dazu mit massiven Infrastrukturproblemen. Das Cloud-Geschäft leidet unter knappen Rechenkapazitäten.
Alphabet drosselt deshalb bereits den KI-Zugang für Großkunden wie Meta. Die Nachfrage nach Rechenleistung übersteigt das Angebot deutlich.
Aufwärtstrend bleibt intakt
An der Börse ignorieren Investoren die negativen Schlagzeilen. Die Alphabet-Aktie schloss am Mittwoch bei 317,70 Euro. Auf Jahressicht verzeichnet das Papier ein Plus von rund 18 Prozent.
Der technische Aufwärtstrend bleibt ungetrübt. Die Aktie pendelt unmittelbar an der 50-Tage-Linie. Nach unten stützt der vielbeachtete 200-Tage-Durchschnitt bei 272,22 Euro den Kurs massiv.
Ein Rückstand von knapp zehn Prozent trennt das Papier noch vom Rekordhoch aus dem Mai. Der für Ende Juli geplante Start des neuen KI-Modells liefert den nächsten operativen Katalysator für diese Kursmarke.
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