Amadeus Fire Aktie: Gerlitzki kauft eigene Aktien

Zwei Amadeus-Fire-Vorstände stockten ihre Aktienbestände auf. Der Kurs legte am Mittwoch zu, liegt seit Jahresbeginn jedoch 57 Prozent im Minus.

Die Kernpunkte:
  • Gerlitzki erwarb 2.000 Amadeus-Fire-Aktien
  • Wiederhold kaufte bereits am 15. September
  • Aktie gewann am Mittwoch 9,4 Prozent
  • Seit Jahresbeginn beträgt das Minus 57 Prozent

Die Führungsebene von Amadeus Fire setzt in einer anhaltenden Schwächephase ein deutliches Signal. Vorstandsmitglied Dennis Gerlitzki erwarb am Dienstag über den Handelsplatz Xetra eigene Anteilsscheine des Frankfurter Personaldienstleisters.

Wie aus der Pflichtmitteilung über Eigengeschäfte von Führungskräften hervorgeht, belief sich das Transaktionsvolumen auf insgesamt 34.196,50 Euro. Bei einem durchschnittlichen Preis von 17,0982 Euro je Aktie baute Gerlitzki seine Position um 2.000 Anteile aus.

Wiederholte Zukäufe aus der Führungsetage

Der Zukauf des Vorstands steht nicht für sich allein. Bereits am 15. September griff mit Monika Wiederhold ein weiteres Vorstandsmitglied zu und stockte die eigene Aktienposition auf. Innerhalb weniger Tage investierten damit zwei Führungskräfte private Mittel in das eigene Unternehmen, was am Markt aufmerksam registriert wurde.

Insiderkäufe gelten unter Anlegern traditionell als Indikator dafür, dass das Management den aktuellen Firmenwert als attraktiv einstuft. Die Transaktionen erfolgen in einer anspruchsvollen Phase für die gesamte Personaldienstleistungsbranche. Auch internationale Wettbewerber wie Randstad, Hays oder Robert Half spüren die Zurückhaltung vieler Unternehmen bei Festanstellungen und Zeitarbeit.

Amadeus Fire agiert seit mehreren Jahrzehnten mit bundesweit zahlreichen Niederlassungen am Markt. Der Fokus liegt neben dem Interim Management vor allem auf kaufmännischen Fach- und Führungskräften, Finanzexperten sowie beruflicher Weiterbildung.

Kurssprung nach monatelanger Talfahrt

Die Erwerbe durch die Führungsriege sorgten an der Börse für spürbaren Rückenwind. Am Mittwoch kletterte die Aktie im regulierten Handel um 9,4 Prozent auf einen Schlusskurs von 18,68 Euro.

Trotz dieser Erholung bleibt die mittelfristige Bilanz für Anleger belastet. Seit Jahresanfang summiert sich der Kursverlust auf 57 Prozent. Die vor über einem Monat gesenkte Prognose und das zähe makroökonomische Umfeld in Deutschland hatten die Notierung zuvor massiv unter Druck gesetzt. Die Analysten von Warburg Research hatten das Papier in früheren Studien allerdings wiederholt mit einer Kaufempfehlung eingestuft.

Herausforderungen im heimischen Markt

Für eine dauerhafte Trendwende bedarf es operativer Impulse. Amadeus Fire bleibt mit seinen Kernbereichen Finance, IT und Accounting stark an die konjunkturelle Dynamik gebunden.

Die Zukäufe demonstrieren zwar ein hohes persönliches Vertrauen der Vorstände in die Substanz der Gesellschaft. Ob dieser Vertrauensbeweis jedoch für eine dauerhafte Erholung ausreicht, wird sich an den künftigen Quartalsergebnissen und der Nachfrage nach Fachkräften messen lassen müssen.

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