Amazon: $3-Billionen-Marke in Reichweite

Amazon steht kurz vor einer Marktkapitalisierung von drei Billionen Dollar, angetrieben durch starkes AWS-Wachstum und neue B2B-Lebensmittellieferungen.

Die Kernpunkte:
  • Aktie nur knapp unter historischer Bewertung
  • Frische-Lieferung für Geschäftskunden gestartet
  • AWS mit stärkstem Zuwachs seit Jahren
  • Logistiknetz für externe Firmen geöffnet

Weniger als ein Prozent trennen Amazon von einem historischen Meilenstein. Die Aktie notiert aktuell bei rund 276 Dollar — der Schwellenwert von 278,89 Dollar für eine Marktkapitalisierung von drei Billionen Dollar ist zum Greifen nah. Auf Eurobasis schloss das Papier gestern auf einem 52-Wochen-Hoch von 234,10 Euro, seit Jahresbeginn ein Plus von über 21 Prozent.

Lebensmittel für Firmenkunden als neuer Wachstumstreiber

Den jüngsten Schub liefert Amazons Vorstoß ins B2B-Geschäft. Seit dem 6. Mai 2026 bietet der Konzern seinen Business-Prime-Mitgliedern Same-Day-Lieferung von frischen Lebensmitteln an. Der Dienst ist in mehr als 2.300 Städten verfügbar. Unternehmen können Bürobedarf und Frischwaren in einer einzigen Bestellung bündeln.

CEO Andy Jassy hat Amazon inzwischen zum zweitgrößten Lebensmittelhändler der USA erklärt. Inklusive Whole Foods und dem Marktplatz für Trockenware erzielte das Segment zuletzt mehr als 150 Milliarden Dollar Bruttoumsatz im Jahr.

AWS wächst so schnell wie seit Jahren nicht

Das eigentliche Fundament bleibt Amazon Web Services. Im ersten Quartal 2026 legte AWS um 28 Prozent auf 37,6 Milliarden Dollar zu — das stärkste Wachstum seit 15 Quartalen. Die operative Marge erreichte einen Rekordwert von 37,7 Prozent. Im Rücken: ein Auftragsbestand aus Cloud- und KI-Verpflichtungen von 364 Milliarden Dollar.

Um diese Position zu verteidigen, investiert Amazon 2026 rund 200 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur und eigene Chips. Die hauseigenen Prozessoren der Trainium- und Inferentia-Reihe kommen bereits auf einen annualisierten Umsatz von 20 Milliarden Dollar.

Logistiknetz für externe Kunden geöffnet

Parallel baut Amazon sein Logistikgeschäft aus. Mit den neu gegründeten „Amazon Supply Chain Services“ öffnet der Konzern sein internes Fracht- und Liefernetz für externe Firmenkunden — unabhängig davon, ob diese auf dem Amazon-Marktplatz verkaufen. Procter & Gamble und 3M gehören bereits zu den frühen Nutzern.

Für das zweite Quartal 2026 erwartet Amazon einen Nettoumsatz zwischen 194 und 199 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Wachstum von 16 bis 19 Prozent. Das operative Ergebnis soll zwischen 20 und 24 Milliarden Dollar liegen.

Der hohe Investitionszyklus belastet zwar den freien Cashflow kurzfristig. Das Werbegeschäft — zuletzt 17,24 Milliarden Dollar im Quartal — federt diesen Druck jedoch spürbar ab. Schafft die Aktie die letzten Meter bis zur Drei-Billionen-Schwelle, reiht sich Amazon in eine Gruppe ein, der bislang nur Microsoft, Apple, Nvidia und Alphabet angehören.

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