Amazon Aktie: 364 Milliarden Dollar AWS-Auftragsbestand

Amazon plant für 2026 Rekordausgaben von 200 Milliarden Dollar, fokussiert auf Cloud und KI. Der freie Cashflow wird voraussichtlich negativ.

Die Kernpunkte:
  • Rekordinvestitionen von 200 Milliarden Dollar
  • Fokus auf Cloud und Künstliche Intelligenz
  • Negativer freier Cashflow erwartet
  • AWS verteidigt Marktführerschaft

Amazon dreht den Geldhahn für Investitionen voll auf. Der Konzern plant für 2026 gewaltige Ausgaben von rund 200 Milliarden US-Dollar. Im Fokus stehen die eigene Cloud-Infrastruktur und künstliche Intelligenz. Die aggressive Strategie fordert allerdings einen hohen Preis.

Analysten rechnen für das laufende Jahr mit einem negativen freien Cashflow von zehn Milliarden Dollar. Zum Vergleich: Im Vorjahr lagen die Investitionen noch bei 131 Milliarden Dollar. Zuletzt schmolz der freie Cashflow bereits massiv ab.

Um diesen Kapitalbedarf zu decken, hat Amazon im Jahresverlauf Schulden von über 80 Milliarden Dollar aufgenommen. Das Ziel: die gewaltige Nachfrage bedienen. Der Auftragsbestand der Cloud-Sparte AWS lag Ende März bei enormen 364 Milliarden Dollar. Finanzchef Brian Olsavsky sieht diese Ausgaben als zwingend notwendig an.

AWS dominiert den Milliarden-Markt

AWS verteidigt seine Position als globaler Marktführer erfolgreich. Die Sparte kontrolliert aktuell rund 30 Prozent des weltweiten Cloud-Marktes. Dieser Sektor wächst rasant. Branchenbeobachter schätzen das Gesamtvolumen bis Jahresende auf über eine Billion Dollar.

Auch im Kerngeschäft E-Commerce nutzt der Konzern den KI-Boom. KI-gesteuerte Werbung brachte im ersten Quartal Einnahmen von 17,2 Milliarden Dollar ein. Das entspricht einem Plus von 22 Prozent. Dennoch belasten steigende Logistikkosten und scharfer Wettbewerb das klassische Handelsgeschäft.

Warten auf die Quartalszahlen

An der Börse ging das Papier am Freitag bei 212,50 Euro aus dem Handel. Der Kurs notiert damit knapp unter seiner wichtigen 50-Tage-Linie. Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein solides Plus von rund zehn Prozent.

Ende Juli legt Amazon die Bücher für das abgelaufene Quartal offen. Die Messlatte liegt hoch. Zum Jahresauftakt übertraf das Unternehmen mit einem Gewinn je Aktie von 2,78 Dollar die Erwartungen deutlich. Der Umsatz kletterte parallel auf über 181 Milliarden Dollar. Ein ähnliches Ergebnis wird nötig sein, um die teure KI-Strategie vor Investoren zu rechtfertigen.

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