Amazon Aktie: AWS sagt Forschungsguthaben zu
Amazon gewinnt an der Börse, während AWS bis zu 50 Millionen Dollar für Forschung zusagt und Stellen in der Handelssparte streicht.

- Amazon-Aktie legt um 3,4 Prozent zu
- AWS stellt bis zu 50 Millionen Dollar bereit
- Cloud-Guthaben für Forschung und KI-Arbeitslasten
- Weniger als 1.000 Bürokräfte betroffen
Im Sog einer Erholung bei den großen Technologiewerten hat die Aktie von Amazon am Freitag um 3,4 Prozent zugelegt. Das Papier schloss bei 234,40 Euro, nachdem frühere Verkäufe in dieser Woche die Branche zunächst unter Druck gesetzt hatten. Medienberichten zufolge gab es für den jüngsten Kursanstieg keinen unternehmensspezifischen Auslöser; der Konzern zählte schlicht zu den Gewinnern der breit angelegten Branchenbewegung.
AWS unterstützt wissenschaftliche Forschung
Während die Kursbewegung vor allem vom Marktumfeld getragen wurde, setzte der Konzern auf operativer Ebene eigene Akzente. Die Cloud-Sparte Amazon Web Services (AWS) sagte am Donnerstag bis zu $50 Millionen an Cloud-Guthaben über einen Zeitraum von drei Jahren zu. Die Mittel sind für wissenschaftliche Forschung und spezielle Arbeitslasten im Bereich künstlicher Intelligenz über den Accelerator „Golden Age of Science“ bestimmt.
Mit diesem Schritt unterstützt das Unternehmen den Ausbau der „Genesis Mission“ des Weißen Hauses. Das Engagement unterstreicht die Strategie, Rechenkapazitäten und Cloud-Infrastruktur gezielt für wissenschaftliche Zwecke bereitzustellen und die eigene Präsenz bei KI-gestützten Projekten auszubauen.
Stellenabbau in der Handelssparte
Gleichzeitig setzt das Management seine Disziplin auf der Kostenseite fort. Am Mittwoch bestätigte Amazon Stellenstreichungen, die primär die Stores-Sparte betreffen. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf eine mit der Angelegenheit vertraute Person berief, waren weniger als 1.000 Büroangestellte von den Maßnahmen betroffen.
Die Personalmaßnahmen verdeutlichen, dass der Onlinehändler seine Strukturen im klassischen Handelsgeschäft weiterhin strafft. Während in Kernbereichen wie Cloud-Diensten und KI-Infrastruktur neue Mittel zugesagt werden, passt das Unternehmen die Organisation im Einzelhandel an aktuelle Anforderungen an.
An der Börse knüpfte das Papier am Freitag an den freundlichen Gesamttrend der großen Technologiewerte an. Mit dem Schlusskurs vom Freitag fehlen der Aktie noch 5,9 Prozent bis zum 52-Wochen-Hoch von 249,00 Euro. Damit bewegt sich der Titel nach den Schwankungen der laufenden Woche wieder in Reichweite seiner bisherigen Jahreshöchststände.
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