Amazon Aktie: AWS wächst 28 Prozent in Q1 2026

Amazon verliert nach US-Arbeitsmarktdaten, doch Cloud- und Werbegeschäft zeigen starkes Wachstum. Prime Day als nächster Kurstreiber.

Die Kernpunkte:
  • Kursrückgang von 7,89 Prozent in sieben Tagen
  • AWS-Wachstum von 28 Prozent im ersten Quartal
  • Eigene KI-Chips erzielen 20 Milliarden Dollar Umsatz
  • Prime Day startet am 23. Juni 2026

Der breite Technologiesektor erlebt die schärfste Korrektur seit Monaten. Auch Amazon bleibt nicht verschont – doch die operative Geschichte des Konzerns erzählt eine andere, weitaus stabilere.

Marktschock durch Inflationsangst

Auslöser der jüngsten Talfahrt war ein überraschend robuster US-Arbeitsmarktbericht. 172.000 neue Stellen im Mai – und damit kein Grund für die Federal Reserve, die Zinsen in absehbarer Zeit zu senken. Die Reaktion folgte prompt: Der Nasdaq Composite erlebte am Freitag seinen stärksten Einbruch seit April 2025. Allein die Halbleiterbranche verlor binnen zwei Handelstagen mehr als eine Billion Dollar an Marktkapitalisierung.

Amazon erwischte diese Welle mit voller Wucht. Am Freitag schloss die Aktie bei 213,70 €, ein Minus von 2,26 Prozent. Auf die vergangenen sieben Handelstage summiert sich der Verlust auf 7,89 Prozent. Aus dem Monatshoch von Mai (238,05 €) die Aktie liegt jetzt gut zehn Prozent entfernt.

Doch der Blick aufs Jahr zeigt ein anderes Bild: Plus 10,54 Prozent seit Jahresanfang. Und rund 29 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 165,88 €. Der RSI (14 Tage) bei 39,6 signalisiert ebenfalls keine heiße Überkauft-Situation mehr. Der Kurs dümpelt knapp unter seiner 50-Tage-Linie bei 215,16 Euro.

Cloud-Wachstum als Stabilitätsanker

Während die Stimmung schwankt, bleiben die Geschäftszahlen robust. Amazon Web Services wuchs im ersten Quartal 2026 um 28 Prozent auf 37,6 Milliarden Dollar Umsatz. Das Werbegeschäft legte um 24 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar zu. Der operative Gewinn in Nordamerika erreichte 8,3 Milliarden Dollar.

Besonders ins Gewicht fällt Amazons eigener Chip-Vorstoß: Die hauseigenen Prozessoren Graviton, Trainium und Nitro erwirtschaften mittlerweile einen annualisierten Umsatz von über 20 Milliarden Dollar. Eine Zahl, die zeigt, wie tief Amazon in der KI-Infrastruktur verwurzelt ist – jenseits des Hypes um reine KI-Papiere.

Prime Day als Stimmungstest

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob diese Fundamentaldaten den Kurs stützen können. Am 23. Juni startet Amazons Prime Day – das Shopping-Event läuft bis zum 26. Juni, in 22 Ländern, darunter Deutschland, Großbritannien und die USA. Es gilt als wichtiger Indikator für die Konsumlaune.

Zeitgleich richten sich alle Blicke auf die anstehenden Inflationsdaten. Mitte der Woche veröffentlicht das US-Arbeitsministerium die Verbraucherpreise (CPI) und Erzeugerpreise (PPI). Dazu kommt die Fed-Zinsentscheidung in der Woche ab dem 15. Juni – der wohl wichtigste Termin für die weitere Marktrichtung.

Bis dahin bleibt die Amazon-Aktie ein Fall für Geduldige. Sie sitzt auf einem soliden operativen Fundament – und muss sich durch eine raue Zinslandschaft hindurchkämpfen. Der Prime Day wird die erste Nagelprobe, ob die Käufer mitspielen.

Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 7. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Amazon