Amazon Aktie: Doppelter Paukenschlag!

Amazon treibt die Monetarisierung von Prime Video mit einer deutlichen Preiserhöhung voran und erweitert sein Gesundheitsgeschäft um ein neues GLP-1-Präparat. Diese strategischen Schritte flankieren das starke Wachstum der KI-Cloud-Sparte AWS.

Die Kernpunkte:
  • Prime Video wird in den USA deutlich teurer
  • Neue Partnerschaft für Abnehmpräparat mit Eli Lilly
  • AWS meldet starkes Umsatzwachstum im KI-Bereich
  • Aktie notiert auf hohem Niveau mit starkem Momentum

Nach einer ohnehin schon starken Woche legt Amazon am Freitag direkt nach. Der Tech-Gigant treibt die Monetarisierung seines Streaming-Dienstes mit einer saftigen Preiserhöhung voran und steigt gleichzeitig tief in den lukrativen Markt für Abnehmpräparate ein. Diese strategischen Vorstöße untermauern die ehrgeizigen Wachstumspläne abseits des klassischen Online-Handels.

Streaming wird teurer

Ab heute ersetzt „Prime Video Ultra“ das bisherige werbefreie Abonnement in den USA. Die Umbenennung geht mit einem deutlichen Preisaufschlag einher: Kunden zahlen nun 4,99 US-Dollar pro Monat, was einem Sprung von 67 Prozent entspricht. Im Gegenzug erhalten Nutzer erweiterte Funktionen wie bis zu fünf parallele Streams und exklusiven Zugang zu 4K-Inhalten.

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Die Maßnahme zielt darauf ab, das Streaming-Segment profitabler zu machen. Die Basis dafür ist solide, denn die durchschnittliche werbefinanzierte Zuschauerschaft wuchs zuletzt auf über 315 Millionen weltweit. Das Werbegeschäft spülte dem Konzern im Jahr 2025 bereits fast 69 Milliarden US-Dollar in die Kassen.

Logistik-Vorteil im Pharma-Markt

Parallel dazu baut der Konzern seine Präsenz im Gesundheitssektor massiv aus. Amazon Pharmacy vertreibt ab sofort das neu zugelassene GLP-1-Präparat „Foundayo“ von Eli Lilly. Der entscheidende Vorteil dieser Abnehmpille liegt in der Logistik: Im Gegensatz zu injizierbaren Varianten benötigt sie keine durchgehende Kühlung. Das ermöglicht eine problemlose Lagerung in den Ausgabeautomaten des Unternehmens.

Durch die automatische Verrechnung von Herstellerrabatten drückt Amazon zudem den Preis für versicherte Patienten auf 25 US-Dollar im Monat und nutzt sein gewaltiges Logistiknetzwerk für schnelle Lieferungen. Bis Ende des Jahres sollen 4.500 Standorte an die taggleiche Zustellung angeschlossen sein.

Cloud-Geschäft liefert das Fundament

Diese operativen Vorstöße treffen auf ein äußerst positives Marktumfeld. Erst am Donnerstag sorgte der jährliche Aktionärsbrief von CEO Andy Jassy für Begeisterung, in dem er einen annualisierten Umsatz von über 15 Milliarden US-Dollar für die KI-Dienste der Cloud-Sparte AWS auswies. Analysten von Cantor Fitzgerald reagierten mit einer Bekräftigung ihrer Kaufempfehlung und verwiesen auf die starke kommerzielle Dynamik. An der Börse spiegelt sich dieser Optimismus wider: Die Aktie notiert aktuell bei 199,04 Euro und weist mit einem RSI von 84,9 auf eine stark überkaufte, aber hochdynamische Marktsituation hin.

Mit dem Start des teureren Ultra-Abos und der neuen Pharma-Partnerschaft hat Amazon pünktlich zum Wochenende zwei frische Umsatztreiber aktiviert. Die Kombination aus margenstarkem Cloud-Wachstum und der konsequenten Monetarisierung von Randbereichen liefert eine klare fundamentale Basis für die anstehenden Quartalszahlen, für die das Management bereits ein Umsatzwachstum von bis zu 15 Prozent in Aussicht gestellt hat.

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