Amazon Aktie: Eine Million GPUs für AWS

Amazon schließt Mega-Deal mit Nvidia über eine Million GPUs, um die KI-Infrastruktur von AWS auszubauen. Analysten erwarten starkes Umsatzwachstum, das durch hohe Investitionen finanziert wird.

Die Kernpunkte:
  • Mega-Liefervertrag für eine Million Nvidia-GPUs
  • AWS strebt langfristig 600 Milliarden Dollar Umsatz an
  • Analysten prognostizieren starkes Umsatzwachstum für AWS
  • Hohe Kapitalausgaben belasten den Free Cashflow

Nvidia liefert Amazon zwischen 2026 und 2027 eine Million Grafikprozessoren — das ist mehr als ein Einkaufsvertrag. Es ist ein Bekenntnis zu einem Wachstumstempo, das AWS-Chef Andy Jassy intern mit einem Ziel von 600 Milliarden Dollar Jahresumsatz hinterlegt hat. Zum Vergleich: AWS schloss 2025 mit 128,7 Milliarden Dollar ab.

Was der Nvidia-Deal wirklich bedeutet

Der Umfang des Abkommens geht weit über reine GPU-Lieferungen hinaus. AWS bezieht zusätzlich Nvidias Spectrum-Netzwerkchips sowie die neu erworbenen Groq-Chips, die Nvidia Ende 2025 durch einen 17-Milliarden-Dollar-Lizenzvertrag mit dem KI-Chip-Startup Groq gesichert hat. Geplant ist der Einsatz von Groq-Chips kombiniert mit sechs weiteren Nvidia-Chiptypen, um KI-Inferenz-Workloads zu optimieren.

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Besonders bemerkenswert: AWS-Rechenzentren haben traditionell auf selbst entwickelte Netzwerktechnik gesetzt. Mit dem Einzug von Nvidias ConnectX- und Spectrum-X-Netzwerkausrüstung bricht Amazon mit dieser Praxis — ein Zeichen dafür, wie dringend die Kapazitätserweiterung vorangetrieben wird.

Der Bedarf ist real. AWS hat 2025 mehr Rechenzentrumskapazität aufgebaut als jedes andere Unternehmen weltweit, allein im vierten Quartal mehr als ein Gigawatt. Das Wachstumstempo von 24 Prozent im Jahresvergleich war das höchste seit 13 Quartalen.

Analysten erhöhen die Messlatte

Evercore ISI hat nach einer eingehenden Analyse von AWS-Wachstum und Margen das Outperform-Rating für Amazon bekräftigt und hält am Kursziel von 285 Dollar fest. Analyst Mark Mahaney erwartet für 2026 einen AWS-Umsatz von 163 Milliarden Dollar — ein Plus von 27 Prozent — und für 2027 bereits 214 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von 31 Prozent entspräche. Die Gesamtschätzungen für Amazon-Umsatz und operatives Ergebnis liegen damit vier bis fünf Prozent über dem Marktkonsens.

Unter den 43 Analysten, die Amazon in den vergangenen drei Monaten bewertet haben, sprechen 40 eine Kaufempfehlung aus.

Eigenentwicklung als zweite Säule

Amazon setzt nicht ausschließlich auf Nvidia. Der hauseigene Trainium2-Chip bietet laut Unternehmensangaben 30 bis 40 Prozent besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als vergleichbare GPUs. Der schnellere Nachfolger Trainium3 soll bis Mitte 2026 nahezu vollständig ausgebucht sein. Zusammen mit dem Graviton-CPU-Chip erwirtschaftet das Eigensilizium-Geschäft mittlerweile mehr als zehn Milliarden Dollar Jahresumsatz — mit dreistelligen Wachstumsraten. OpenAI und Anthropic zählen zu den prominentesten Abnehmern.

Die Kehrseite des Wachstums

Das aggressive Investitionsprogramm hat seinen Preis. Amazon plant für 2026 Kapitalausgaben von 200 Milliarden Dollar, die bis 2027 auf rund 250 Milliarden Dollar steigen könnten. Evercore rechnet in beiden Jahren mit einem negativen Free Cashflow von jeweils rund zehn Milliarden Dollar. Zur Finanzierung hat Amazon zuletzt 36,9 Milliarden Dollar über eine Anleiheemission aufgenommen sowie eine Euro-Anleihe über 14,47 Milliarden Euro platziert.

Die Amazon-Aktie notiert aktuell rund acht Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt — der Markt wartet darauf, wann die massiven Investitionen in messbaren Free Cashflow umschlagen.

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