Amazon Aktie: Erfolgreiche Marktanpassungen!

Nach starkem Wochenplus gibt die Amazon-Aktie leicht nach. Die Bank of America bekräftigt ihre Kaufempfehlung mit einem optimistischen Kursziel, während umfangreiche Stellenstreichungen anlaufen.

Die Kernpunkte:
  • Bank of America bestätigt Kaufempfehlung mit Kursziel 303 USD
  • Umfangreiche Restrukturierung mit Tausenden Stellenabbau beginnt
  • KI und AWS bleiben zentrale Wachstumstreiber für 2026
  • Aktie nach 9% Wochenplus zu leichten Gewinnmitnahmen

Nach einem starken Lauf in der vergangenen Woche gibt die Amazon-Aktie heute vorbörslich etwas nach. Nach einem Plus von gut 9 % in der Vorwoche kommt es zu leichten Gewinnmitnahmen, während der Gesamtmarkt von geopolitischen Themen und neuen Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell belastet wird. Parallel dazu rücken eine optimistische Studie der Bank of America, anstehende Stellenstreichungen und neue Produktankündigungen in den Blick.

  • Vorbörslich rund 1 % leichter nach starker Vorwoche
  • Bank of America bestätigt Kaufempfehlung mit deutlich höherem Kursziel
  • Große Restrukturierung mit Tausenden Stellenstreichungen läuft an
  • KI, AWS und Werbegeschäft bleiben zentrale Wachstumstreiber

Kursentwicklung und Marktumfeld

Die Aktie gibt heute im frühen Handel etwa 1 % nach, nachdem sie in der vergangenen Woche um 9,2 % zugelegt hatte – der stärkste Wochenanstieg seit April 2025. Auf Sicht der ersten beiden Januarwochen liegt das Papier damit rund 7,2 % im Plus.

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Zum Handelsschluss am Freitag notierte die Aktie bei 247,38 US-Dollar, ein Tagesplus von 0,44 %. Zuvor hatte das Papier ein schwaches Jahr 2025 hinter sich: Der Kursgewinn lag bei 5,2 % und damit deutlich unter der Entwicklung von S&P 500 (+16 %) und Nasdaq (+20 %).

Bank of America setzt auf AWS und KI

Bank of America Securities bekräftigt heute ihre Kaufempfehlung für Amazon mit einem Kursziel von 303 US-Dollar. Die Analysten verweisen auf bessere Erwartungen für das KI-Geschäft im Jahr 2026.

Nach Einschätzung der Bank hat sich die Stimmung zu AWS im Verlauf von 2025 deutlich eingetrübt. In der Folge sei das Forward-EV/EBITDA-Multiple von Amazon im Jahresvergleich um rund 15 % gefallen.

Für 2026 rechnet die Bank mit einer Beschleunigung des AWS-Wachstums. Wesentliche Treiber sollen zusätzliche Kapazitäten und Führungswechsel bei AWS sein, die Amazons Position im KI-Bereich stärken könnten. Besonders hervorgehoben wird die starke Nutzung von „Rufus“, die aus Sicht der Analysten den Weg in eine stärker KI-gestützte Handelszukunft bereiten soll.

Für langfristig orientierte Anleger heben die Analysten hervor, dass Amazons eigene Technologien – darunter große Sprachmodelle und Trainium-Chips – bei weiterer Verbesserung gegenüber der Konkurrenz die Kostenposition von AWS stärken könnten. In einem Umfeld, in dem Unternehmen verstärkt auf effiziente KI-Inferenz achten, wäre ein Kostenvorteil ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.

Analystenkonsens klar positiv

An der Wall Street bleibt die Stimmung trotz der relativen Schwäche 2025 ausgesprochen optimistisch. 63 von 67 Analysten empfehlen die Aktie zum Kauf oder besser, lediglich vier votieren mit Halten, Verkaufsratings gibt es aktuell keine. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 294,94 US-Dollar und damit rund 20 % über dem Schlusskurs vom Freitag.

Der Konsens spiegelt die Erwartung wider, dass das breit aufgestellte Geschäftsmodell mit E-Commerce, AWS, Werbung und neuen KI-Initiativen mehrere Wachstumstreiber für 2026 bereithält.

Restrukturierung mit umfangreichen Stellenstreichungen

Die laufende Konzernumbau wird in den kommenden Wochen konkret. Die erste Welle von Entlassungen soll am 26. Januar anlaufen. Laut WARN-Mitteilungen (Worker Adjustment and Retraining Notification) werden allein im Bundesstaat Washington zwischen 1.001 und 2.500 Stellen gestrichen, weitere Kürzungen sind in Kalifornien, Virginia und New Jersey vorgesehen.

Die Maßnahmen sind Teil eines im Oktober 2025 angekündigten Programms, das rund 14.000 Stellen im Konzern betreffen soll. Interne Schätzungen gehen davon aus, dass die Zahl der abgebauten Arbeitsplätze bis Mai 2026 auf bis zu 30.000 steigen könnte. CEO Andy Jassy bezeichnete den Umbau als notwendig, um Bürokratie abzubauen, Managementebenen zu reduzieren und Mittel in KI-Infrastruktur und AWS-Investitionen umzulenken.

Beth Galetti, Senior Vice President für People Experience and Technology, betonte, man arbeite intensiv daran, betroffene Mitarbeiter zu unterstützen. Den meisten von ihnen sollen 90 Tage zur Verfügung stehen, um intern eine neue Rolle zu finden.

CES 2026: Neue Produkte und Funktionen

Auf der CES 2026 in Las Vegas hat Amazon mehrere Neuerungen vorgestellt, die mittelfristig zusätzliche Erlöse unterstützen könnten:

  • Alexa+ Erweiterung: Die Sprachassistenz ist nun über Alexa.com auch im Web verfügbar. Zudem gibt es neue Integrationen mit Samsung-Fernsehern, BMW-Fahrzeugen, Bosch-Kaffeemaschinen und Oura-Ringen.
  • Fire TV-Update: Eine überarbeitete Oberfläche soll die Navigation um bis zu 30 % beschleunigen. Zudem wurde der Lifestyle-Fernseher „Amazon Ember Artline“ präsentiert.
  • Ring-Neuerungen: Neue KI-Funktionen wie „Fire Watch“ zur frühen Erkennung von Bränden und „Alexa+ Greetings“ für intelligentere Türklingel-Interaktionen.
  • Bee-Wearable: Weiterentwicklungen beim persönlichen KI-Begleiter „Bee“, unter anderem mit Sprachnotizen und täglichen Insights.

Marktstellung, Kennzahlen und Regulierung

Die jüngeren Kursschwankungen spiegeln eine allgemein unsichere Stimmung rund um hohe KI-Investitionen und die Bewertungen großer Tech-Konzerne wider. Im dritten Quartal 2025 hatte Amazon die Markterwartungen übertroffen: Der Gewinn je Aktie lag bei 1,98 US-Dollar, der Umsatz bei 180,17 Milliarden US-Dollar.

AWS bleibt der größte Cloud-Anbieter weltweit, steht aber unter wachsendem Wettbewerbsdruck durch Microsoft Azure und Google Cloud. Das Werbegeschäft wächst weiter und erzielte im dritten Quartal Werbeerlöse von 17,7 Milliarden US-Dollar. Parallel dringt Amazon in neue Bereiche wie Apothekenservices und Lebensmittellieferungen vor.

Auf der Regulierungsebene wirkt die im September 2025 vereinbarte FTC-Strafe von 2,5 Milliarden US-Dollar wegen Praktiken rund um Prime-Anmeldungen nach. Im Januar 2026 hat das Unternehmen begonnen, Anspruchsberechtigte über Rückerstattungsmöglichkeiten zu informieren; Auszahlungen sollen im weiteren Jahresverlauf folgen.

Ausblick auf die Quartalszahlen

Der nächste größere Prüfstein steht mit den Zahlen zum vierten Quartal 2025 an, die Ende Januar erwartet werden. Im Fokus stehen dabei vor allem:

  • Das Wachstum von AWS und KI-bezogene Nachfrage
  • Die Dynamik im Werbegeschäft
  • Die Entwicklung der operativen Marge durch Kostensenkungen
  • Fortschritte bei Investitionen in KI-Infrastruktur

Aktuell sehen 46 von 47 Analysten die Aktie weiterhin auf der Kaufseite, das durchschnittliche Kursziel liegt nahe 295 US-Dollar. Aus Marktsicht sprechen die positiven Einschätzungen, die sichtbaren Effekte der Restrukturierung und die zuletzt wieder robustere Kursentwicklung dafür, dass Amazon 2026 besonders im KI- und Cloud-Geschäft weiter an Fahrt aufnehmen könnte.

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