Amazon Aktie: Hauptversammlung bestätigt 200-Milliarden-Kurs
Amazon-Aktionäre segnen Vorstand und Strategie ab. Milliarden fließen in KI und Cloud, während Blue Origin expandiert.

- Vorstand komplett wiedergewählt
- Rekordinvestitionen von 200 Milliarden Dollar
- AWS-Wachstum beschleunigt sich deutlich
- Blue Origin baut neues Raketenwerk
Die Aktionäre von Amazon haben dem Management die volle Unterstützung ausgesprochen. Auf der Hauptversammlung am 20. Mai 2026 wurden alle elf Vorstandsmitglieder wiedergewählt — darunter Gründer Jeff Bezos und CEO Andy Jassy. Auch die Vergütung der Führungskräfte wurde gebilligt.
Sämtliche Anträge externer Gruppen lehnten die Investoren ab. Dazu gehörten Forderungen nach einem unabhängigen Board-Vorsitz, einem KI-Beirat mit Arbeitnehmervertretern und zusätzlichen Klimaberichten. Das Votum ist ein klares Bekenntnis zum eingeschlagenen Kurs.
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Milliarden für KI und Cloud
Der bestätigte Kurs hat seinen Preis. Amazon steuert 2026 auf Investitionsausgaben von rund 200 Milliarden Dollar zu — ein branchenführender Wert. Das Geld fließt vor allem in KI-Infrastruktur und Rechenzentren.
Die Rechnung geht bisher auf. Amazon Web Services steigerte den Umsatz im ersten Quartal 2026 um 28 Prozent auf 37,6 Milliarden Dollar — das schnellste Wachstum seit 15 Quartalen. AWS erwirtschaftete 14,2 Milliarden Dollar operativen Gewinn, fast 59 Prozent des Konzernergebnisses.
Ein entscheidender Hebel: die Partnerschaft mit dem KI-Start-up Anthropic. Amazon investierte bereits zu einer Bewertung von 350 Milliarden Dollar. Nun soll Anthropic eine neue Finanzierungsrunde von über 30 Milliarden Dollar abschließen, die das Unternehmen mit mehr als 900 Milliarden Dollar bewertet. Allein aus den Anthropic-Beteiligungen verbuchte Amazon im ersten Quartal 16,8 Milliarden Dollar Vorsteuergewinn.
Raumfahrt als drittes Standbein
Parallel dazu baut Amazon sein Space-Geschäft aus. Blue Origin, das Raumfahrtunternehmen von Jeff Bezos, investiert 600 Millionen Dollar in ein neues Werk in Cape Canaveral. 500 Arbeitsplätze sollen entstehen. Ziel ist es, die Startfrequenz der New-Glenn-Rakete zu erhöhen — sie soll die Satelliten für Amazons Projekt Kuiper ins All bringen, ein globales Breitbandnetz.
Starke Zahlen, hohe Bewertung
Die Aktie notierte zuletzt bei 229,70 Euro. Seit Jahresbeginn beträgt das Plus 18,82 Prozent, das 52-Wochen-Hoch liegt nur knapp zwei Prozent entfernt.
Die Analysten bleiben optimistisch. Goldman Sachs hob das Kursziel von 275 auf 325 Dollar an, Bank of America sieht Kurspotenzial bis 310 Dollar, Loop Capital sogar bis 360 Dollar. Der Konsens von 60 Analysten liegt bei 312,66 Dollar.
Im ersten Quartal wuchs der Umsatz um 17 Prozent auf 181,5 Milliarden Dollar. Die Nordamerika-Sparte erreichte eine operative Marge von 9,0 Prozent, die Werbeeinnahmen stiegen um 24 Prozent auf 17,2 Milliarden Dollar. Allerdings fiel der Free Cashflow aufgrund der massiven Investitionen auf nur noch 1,2 Milliarden Dollar. Für das zweite Quartal rechnet Amazon mit Erlösen zwischen 194 und 199 Milliarden Dollar.
Die Strategie ist klar: Amazon setzt alles auf KI. Die Aktionäre haben dem Management dafür freie Hand gegeben. Ob sich die Milliardeninvestitionen auszahlen, wird sich in den kommenden Quartalen zeigen.
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