Amazon Aktie: Historischer Umbau

Amazon streicht 30.000 Stellen und kündigt zugleich Rekordinvestitionen von 125 Milliarden Dollar in KI-Infrastruktur an. Der Quartalsbericht am 5. Februar wird den Erfolg des strategischen Umbaus zeigen.

Die Kernpunkte:
  • Größter Personalabbau in der Unternehmensgeschichte
  • 125 Milliarden Dollar für KI-Rechenzentren geplant
  • Schließung von stationären Supermarktkonzepten
  • Aktie notiert nahe dem Jahreshoch vor Zahlen

Diese Woche markiert eine Zäsur für Amazon. Der Tech-Gigant steht nicht nur kurz vor der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen, sondern führt gleichzeitig den größten Stellenabbau seiner dreißigjährigen Geschichte durch. Während das Management unrentable Sparten rasiert, fließen Milliarden in die KI-Infrastruktur – ein Spagat, der Anleger vor dem Berichtstermin am Donnerstag nervös macht.

Kahlschlag in der Verwaltung

Amazon macht ernst mit der Effizienz und verabschiedet sich von seiner expansiven Personalpolitik der vergangenen Jahre. Bestätigten Berichten zufolge streicht der Konzern in einer zweiten Welle rund 16.000 Stellen im Verwaltungsbereich. Zusammen mit dem bereits im Oktober erfolgten Abbau summieren sich die Kürzungen auf 30.000 Positionen. Das entspricht fast zehn Prozent der gesamten Belegschaft im Unternehmensbereich (Corporate Workforce).

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Betroffen ist ein breites Spektrum der Geschäftsfelder: Von der profitablen Cloud-Sparte AWS über die Sprachassistenz Alexa bis hin zur Logistik und Werbung. Das erklärte Ziel des Managements ist es, Hierarchieebenen abzubauen und Bürokratie zu entfernen.

Strategiewechsel im Einzelhandel

Parallel zum Personalabbau korrigiert Amazon seine Strategie im stationären Handel. Die Schließung der verbliebenen „Fresh“-Supermärkte und „Go“-Stores sowie das Ende des biometrischen Bezahlsystems „Amazon One“ kommen einem Eingeständnis gleich, dass diese Konzepte nicht die erhofften Früchte trugen. Der Fokus verschiebt sich nun wieder stärker auf die Tochter Whole Foods und den Online-Lebensmittelhandel.

Die frei werdenden Ressourcen werden jedoch nicht gespart, sondern massiv umgeschichtet. Für das Jahr 2026 stellt Amazon Investitionen (CapEx) von bis zu 125 Milliarden US-Dollar in Aussicht. Das Geld fließt primär in den Ausbau von Rechenzentren und KI-Infrastruktur – die aggressivste Investitionsprognose unter den großen US-Tech-Konzernen.

Spannung vor den Zahlen

Vor diesem Hintergrund blickt die Wall Street gespannt auf den kommenden Donnerstag, den 5. Februar. Nach Börsenschluss legt Amazon die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vor. Die Messlatte liegt hoch, da der Konzern in den vergangenen vier Quartalen die Gewinnschätzungen der Analysten jeweils deutlich – teils um über 25 Prozent – übertreffen konnte.

Die Aktie selbst zeigt sich von den Umbauplänen bislang unbeeindruckt und notiert mit rund 241 US-Dollar in unmittelbarer Nähe zum 52-Wochen-Hoch. Investoren honorieren offensichtlich den Fokus auf Profitabilität, doch die hohe Bewertung lässt wenig Spielraum für Enttäuschungen im aktuellen Bericht.

Amazon vollzieht derzeit einen radikalen Wandel von breiter Expansion hin zu fokussierter Effizienz und KI-Dominanz. Ob die schmerzhaften Einschnitte bereits positive Spuren in der Bilanz hinterlassen haben und wie stark die gewaltigen Investitionspläne die Margen kurzfristig belasten, wird der Quartalsbericht am Donnerstag offenlegen.

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